07.07.2016, 11:28 Uhr

Unfall auf der Autobahn bei Telfs: Anpralldämpfer hat sich bewährt

(Foto: zeitungsfoto.at)

Vermutlich durch Sekundenschlaf prallte am Montag, 4. Juli, gegen 19 Uhr ein PKW gegen einen Anpralldämpfer auf der Autobahn bei Telfs. Der neu installierte Schutz der ASFINAG hat schlimmeres verhindert.

TELFS. Im Bereich der Unfallstelle konnten keinerlei Brems- oder Schleuderspuren festgestellt werden. Dies lässt den Schluss zu, dass der Fahrzeuglenker vermutlich durch Sekundenschlaf von der Fahrspur abgekommen ist. Der Lenker wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in die Klinik gebracht.

Der Anpralldämpfer wurde durch den Aufprall komplett zerstört, und wurde nach der Bergung des Unfallfahrzeuges durch ein Kranfahrzeug des STP Zirl geborgen. Zeitgleich hat ein MA der ABM Imst ein aufsteigendes Betonleitelement vom Bauhof Imst zur Unfallstelle transportiert.
Während der gesamten Berge- und Aufräumarbeiten war zumindest eine Fahrspur RFB Bregenz befahrbar. Nach dem Abtransport des Unfallfahrzeuges, ca. 18.00 Uhr waren beide Fahrspuren RFB Bregenz befahrbar. Die Ausfahrt konnte ebenfalls trotz Behinderung jederzeit befahren werden. Die Unfallstelle konnte um 19:16 komplett geräumt werden. Zu nennenswerten Stauungen ist es nicht gekommen.

Zur Sache: Anpralldämpfer

Die Montage der Anpralldämpfern erfolgt aus den Ergebnissen der sicherheitstechnischen Untersuchungen wie etwa der vertieften Straßensicherheits-Überprüfung, wie der Pressesprecher der ASFINAG, Alexander Holzedl, gegenüber BEZIRKSBLÄTTER erklärt: "Hier werden externe Experten von uns beauftragt, die Sicherheitseinrichtungen zu überprüfen, das bestehende Streckennetz sich anzuschauen und eventuelle Potenziale zur Verbesserung der Sicherheit zu finden."
Auch die ASFINAG selbst macht solche Untersuchungen, die ebenfalls hier einfließen.
"Ein solcher Anpralldämpfer kostet rund 30.000 Euro – für die Rettung eines Menschenlebens gibt es jedoch sowieso keinen Preis. Der Unfall bei Telfs-Ost hat gezeigt, wie effektiv der Dämpfer funktioniert", so Holzedl weiter: "Solche passive Sicherheitseinrichtungen, die Unfallfolgen und –schwere deutlich mindern und reduzieren, sind also an neuralgischen Punkten (speziell bei Ausfahrten) im Einsatz." Auf der A12 und A 13 sind zahlreiche solcher Dämpfer seit 2010 montiert – im vorliegenden Fall wird der Dämpfer erneuert bzw. ein neuer Dämpfer eingebaut.
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