11.04.2016, 11:23 Uhr

Ein Flüchtlingscontainer für Oberhofen

In Oberhofen soll ein Flüchtlings - Container errichtet werden

Info - Veranstaltung soll Bürger über Flüchtlingsaufnahme informieren

OBERHOFEN (hama). Über ein heikles Thema beraten hat der Oberhofer Gemeinderat am vergangenen Donnerstag. Das Land drängt die Gemeinde zur Aufnahme von Flüchtlingen. Sollte dies nicht passieren, droht man in einem Schreiben, welches von Bürgermeister Daum bei der Sitzung vorgetragen wurde, mit geringeren Bedarfszuweisungen, sprich geringerer finanzieller Unterstützung bei diversen Projekten der Gemeinde. "Das klingt für mich nach Erpressung", sieht GR Martin Wöll (Gemeinsam für Oberhofen) eine dreiste Vorgangsweise von Landesseite und war mit dieser Meinung nicht alleine.

Container sollen kommen

Ganze Traglufthallen wie jene in Innsbruck / Arzl kommen laut Meinung des Gemeinderates aufgrund der geringeren Einwohnerzahl nicht in Frage. Schon eher kleinere Container die bis zu 25 Flüchtlingen Platz bieten sollen. Da laut Vorgaben des Landes solche "Asylzentren" nicht fernab vom Schuss errichten werden dürfen, es müssen Anschlüsse zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Nahversorgern, etc. vorhanden sein, wird der Ort zentral liegen: "Umliegende Anrainer werden wohl nicht erfreut sein. Aber man muss den Leuten auch klar machen dass Asylwerber nicht nur Pfladerer und Gewalttätige sind - Wir müssen den Leuten die Angst nehmen", so Wöll. Auch der Ausbau des Dachgeschosses im Bauhof zog Bürgermeister Daum in Betracht.

Info - Veranstaltung soll informieren

In zwei bis drei Wochen, so setzt Bgm. Daum den Zeitraum, soll es im Gemeindesaal in Oberhofen eine Info - Veranstaltung bezüglich Ansiedelung von Flüchtlingen geben. Involvierte und in Flüchtlingsfragen erfahrene Personen sollen dabei referieren. So zum Beispiel Andrea Zelger aus dem Oberhofer Sektretariat, die in Traiskirchen schon Flüchtlingsdienste erbrachte. Das OK von Zelger konnte Vizebgm. Linter bereits verkünden: "Andrea würde sich in den Dienst der Bevölkerung stellen und das ganze aus ihrer Sicht wiedergeben".

Unterstützung aus der Bevölkerung nötig

"Wir alleine können das nicht schaffen. Wir brauchen unsere Bürger", hofft Bgm. Daum auf Solitarität in Oberhofen. Auch im Zuge der Info - Veranstaltung sollen Oberhoferinnen und Oberhofer dazu ermutigt werden, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Die Gemeinde sieht dabei von sich aus keine Möglichkeiten, freistehende Gemeindewohnungen sind nicht vorhanden. Auch Helfer werden dringend benötigt, Sprach- und Kulturbarrieren müssen laut Gemeinderat überwunden werden.

Siehe zum Thema Flüchtlinge und Asylwerber auch die Frage der Woche:

http://www.meinbezirk.at/telfs/politik/ein-fluecht...
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