12.07.2016, 00:00 Uhr

Telfer Bad: Attraktionen machen es noch teurer

Die Bauarbeiten sind im Zeitplan (Foto vom Juni). Im Sommer 2017 wird eröffnet. (Foto: Dietrich)

Telfer Bad-Neubau liegt voll im Plan. Weitere Verbesserungen wurden mit großer Mehrheit beschlossen.

TELFS. Die Baustelle für das neue Telfer Bad liegt im Zeitplan, berichtete Bürgermeister Christian Härting (WFT) vorigen Donnerstag dem Gemeinderat. Der Generalunternehmer hat aber noch Zusatzaufträge für Verbesserungen des Bades empfohlen, dafür brauchte es einen neuerlichen Gemeinderatsbeschluss. "Der Generalunternehmer hat die Aufgabe, uns ein funktionierendes Bad zu übergeben. Aber ob nur 'funktionsfähig' oder 'sehr attraktiv', da gibt es eben einen Unterschied", machte der Ortschef klar: "Wir wollen das Regionsschwimmbad für die Zukunft bestens wettbewerbsfähig machen."

Zusatzwünsche
So war ein zweiter Beachvolleyplatz gewünscht, die Dimensionen von Filter und Rohrleitungen müssten vergrößert und der zu vermietende Raum im Kellergeschoss erweitert werden, über den künftigen Mieter kommt das Geld wieder zurück in die Kassa. Im Saunabereich sollten hochwertigere Materialien verwendet werden. Auf Wunsch des Wassersportvereines (TWV) soll das Wettkampfbecken um etwa 40 cm verbreitert werden. Eine automatische Rollabdeckung für das Außenbecken wird jetzt der Planenvariante vorgezogen. Das Fundament für eine zweite Erlebnisrutsche sollte jetzt schon errichtet werden, wie etwa Dr. Cornelia Hagele (WFT) vorrechnet: „Wenn wir für eine zukünftige Speedrutsche jetzt 40.000 € investieren, sparen wir dann bei deren Einrichtung 100.000 € Kosten ein."
"Wir müssen jetzt bei der Entwicklung des Neuen Bades über den Tellerrand hinaus schauen. Was 2017 in ist, kann 2022 schon wieder überholt sein. Deshalb ist es besser die Vorbereitungen für künftige Attraktionen bereits jetzt in der Entstehungsphase zu realisieren, als in einigen Jahren zu erhöhten Preisen", erläutert Bgm. Härting. Auch der Grüne Vize-Bgm. Christoph Walch meint: „Jetzt können wir aus einem guten Bad noch mit wenig Mehraufwand ein sehr gutes Bad machen. Alles andere wäre ein Schildbürgerstreich." "Wenn ich ein Haus baue, dann muss ich auch nach und nach entscheiden, ob ich die Tür vielleicht etwas breiter und höher baue", macht GR Simon Lung (WFT) klar und reagierte auf Kritiken, warum man nicht schon bei der Auftragsvergabe diese Attraktivierungen berücksichtigt hat. „Für mich sind das Versäumnisse", meinte dazu GR Mag. Norbert Tanzer (PZT/SPÖ).

530.000 € mehr für's Bad
Nach einer Debatte stimmte der Rat mit 16 Stimmen (von 21) dem neuerlichen Bedarf von über 530.000,- Euro (rd. 4% der Gesamtsumme) zu. Das zusätzliche Geld soll durch Förderungen aufgetrieben werden.
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