09.05.2016, 08:55 Uhr

Abtenau zapft seinen "Jungbrunnen" an

Die Interreg-Partner wollen grenzüberschreitend das gesundheitstouristische Projekt ausbauen.

Abtenau informierte bei Kick-off Veranstaltung über den geplanten "Trail for Health Nord"

ABTENAU (sys). "Durch die höhere Lebenserwartung, wachsenden Zivilisationserkrankungen, durch die Verstädterung, aber auch mehr Körper- und Gesundheitsbewusstsein steigt die Nachfrage nach gesundheitswirksamen Angeboten im Tourismus", erklärt Petra Gsenger, die Betreuerin des Interreg-Projektes "Trail for Health Nord" in Abtenau.

Ein besonderes Wasser

Bei der Kick-off Veranstaltung in Abtenau wurden alle Projektpartner für das grenzüberschreitende Vorhaben vorgestellt, in dem es primär darum geht, durch eine gezielte Studie den Zusammenhang von mehr körperlichem Wohlbefinden durch die Heilkraft des Wassers in den drei teilnehmenden Orten nachzuweisen und mit diesen Erkenntnissen den Gesundheitstourismus ankurbeln. "Während es in Bad Reichenhall die Alpensole und im Tegernsee Tal die Jod-Schwefelquellen sind, will Abtenau seine Natrium-Calzium-Chlorid-Sulfat-Mineralquellen erproben lassen", so Gsenger.

Eine Woche Urlaub

Dazu wurden für die randomisierte, kontrollierte, klinische Studie, durchgeführt vom Team um Univ. Doz. Arnulf Hartl, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Teilnehmer über 65 Jahren einer so genannten "Jungbrunnengruppe" zugeteilt, die in den einzelnen Orten Aktivurlaub mit täglichen Badeanwendungen erfahren, während eine Kontrollgruppe ein klassischer Gruppenurlaub erwartet, allerdings ohne Therapien.

Start in Gesundheitstourismus

Um die Nachhaltigkeit der Studie zu prüfen, werden Gesundenuntersuchungen zu Beginn, nach dem Urlaub, nach 60 Tagen und nach einem halben Jahr durchgeführt. Diese Phase wird im Dezember abgeschlossen und danach ausgewertet. "Wir erwarten uns durch das Projekt eine nachhaltige touristische Entwicklung für das ganze Tal", erklärt TVB-Obmann Gerhard Wagenhofer, "Wir hoffen, durch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern von deren Erfahrung zu profitieren und diese für uns im Sektor Gesundheitstourismus umzusetzen. Das kommt wiederum unseren Betrieben zugute, die sich dafür qualifizieren und ihre Mitarbeiter dementsprechend schulen können." Bei diesem Schritt stehen die Hochschule München mit einer Entwicklung eines Fachkräftekonzepts und der ITG - Innovationsservice für Salzburg - mit Fortbildungen und Investitionsunterstützungen der Betriebe, als Partner zur Verfügung.

Veranstaltungshinweis

Infos und weitere gesundheitstouristische Aktionen finden am ersten Gesundheitstourismus-Kongress am Freitag, 13. Mai ab 9.30 Uhr im Kongresshaus St. Johann statt. Anmeldung: veranstaltungen@itg-salzburg.at
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.