25.05.2016, 06:00 Uhr

Der Seewaldsee ist nicht mehr für Faule da

Arbeiten am neuen Parkplatz: Bgm. Willi Wallinger und Josef Rettenbacher (Erdbau Rettenbacher).

St. Koloman setzt auf sanften Tourismus und möchte weniger Wirbel im Naherholungsgebiet beim Seewaldsee.

ST. KOLOMAN (tres). "Heuer im Winter war es echt ganz arg", sagt St. Kolomans Bürgermeister Willi Wallinger, "so viele Menschen sind zu uns gekommen, um am Seewaldsee Schlittschuh zu fahren, dass wir ein echtes Verkehrsproblem hatten. Aber auch im Sommer ist hier oft viel zu viel los und wir wissen gar nicht mehr wohin mit den vielen Autos."

3 Euro fürs Parken

Der Parkplatz direkt beim See gelangt regelmäßig an seine Kapazitäten, "viele haben uns in der Vergangenheit die Zufahrtsstraße zugeparkt, was schlimme Folgen haben könnte, wenn z. B. Einsatzfahrzeuge nicht mehr durchkommen. Wir als Gemeinde könnten in dem Fall haftbar gemacht werden".

Lange wurde nach einer Möglichkeit gesucht, nun hat man eine gefunden. Ungefähr zwei Kilometer vor dem bisherigen Parkplatz wurden nun links und rechts neben der Straße Parkflächen geschaffen. Bis zu 55 Autos könnten hier Platz finden. Der Parkplatz ist kostenfrei, dafür muss man eine Wanderung von circa einer halben Stunde bis zum Seewaldsee in Kauf nehmen. Der bisherige Parkplatz wird zwar ebenfalls weiterhin zur Verfügung stehen, aber nur mehr soweit die Parkflächen reichen. Und pro Auto wird ab 1. Juli eine Gebühr von 3 Euro fällig.
Sobald der Parkplatz voll ist, muss auf den neuen Parkflächen unten geparkt werden. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen, von 10.00 - 17.00 Uhr darf ab 1. Juli überhaupt nur mehr unten geparkt werden. Der ÖWD überwacht die Einhaltung dieser Regelung.

Werden die Gäste vergrault?

Will St. Koloman damit Gäste vergraulen? "Nein, das wird nicht geschehen", meint Bgm. Wallinger, "wir setzen auf sanften Tourismus. Wir wollen keine Massen an Leuten, die mit dem Auto bis zum See fahren. Immerhin handelt es sich um ein Naturschutzgebiet! Wir wollen die Massen an Besuchern nicht abwürgen, aber einschränken." 50.000 Euro kosten die neuen Stellflächen.

Die Auerhütte ist damit einverstanden: "Die Wirtsleute wollen ebenfalls sanften Tourismus", sagt Wallinger, "hier wird es ab Mitte Juni Zuckerl für Mountainbiker und Rennradfahrer geben und zwar in Form eines Radlstammtisches mit vergünstigten Preisen."
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