05.09.2016, 00:00 Uhr

Mehr Sicherheit und mehr Erholungsraum am Almbach

Der Hochwasserschutz am Almbach in Hallein bietet auch Aufenthaltsflächen für Erholungssuchende. (Foto: Land Salzburg)

Ein Vorzeige-Projekt, was die Verbindung von Hochwasserschutz und ökologischer Aufwertung betrifft, wurde am Almbach in Hallein realisiert.

HALLEIN (tres). Insgesamt 1,4 Millionen Euro wurden von 2012 bis 2014 in das Projekt "Hochwasserschutz Almbach Hallein" investiert, davon 250.000 Euro für ökologische Maßnahmen.

Das Projekt ist eines von insgesamt 22 ausgewählten Projekten, bei denen notwendige Hochwasserschutzbauten mit ökologischen Maßnahmen gemeinsam umgesetzt wurden. Diese ausgewählten Projekte sind in der Broschüre "Ökologie im Hochwasserschutz. Eine Reise an den Flüssen Salzburgs" kostenlos über schutzwasserwirtschaft@salzburg.gv.at zu bestellen.

Neue Erholungsbereiche für Hallein

"In der neuen Ära der Schutzwasserwirtschaft wurden rasch die notwendigen Ziele für mehr Sicherheit vor Naturereignissen festgelegt und Gefahrenzonenpläne für das Land Salzburg ausgearbeitet. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden und Wassergenossenschaften wurden Hochwasserschutzprojekte geplant und umgesetzt. Bei diesen Projekten werden zahlreiche Maßnahmen, die strukturreichere Gewässerabschnitte mit Mehrwert für Mensch und Natur mit sich bringen, realisiert", betonte Landesrat Josef Schwaiger bei einem Lokalaugenschein.

Die Kosten für das Projekt Almbach in Hallein teilen sich der Bund (48 Prozent), das Land Salzburg (40 Prozent) und die Stadtgemeinde Hallein (zwölf Prozent). Im Einzugsgebiet von rund 200 Quadratkilometern werden 80 Häuser geschützt. Durch den Hochwasserschutz an der Salzach, der im nächsten Jahr fertiggestellt wird, werden weitere 180 Häuser in Hallein, insgesamt also 260 Objekte, geschützt. Zwischen Flusskilometer 0,4 und 1,7 wurden das Ufer abgeflacht und der Fluss verbreitert. Dadurch entstanden neue Erholungsbereiche auf einer Länge von 350 Metern. Auch wichtige ökologische Verbesserungen wurden erzielt. "Die Alm bietet nun wieder Rückzugsmöglichkeiten für Jungfische wie die Äsche und Lebensräume für typische Au-Gehölzer wie die rar gewordene Schwarz-Pappel", sagt Schwaiger.

22 gelungene Hochwasserschutzprojekte

In die 22 in der Broschüre aufgelisteten Hochwasserschutzprojekte aus den vergangenen 15 Jahren wurden insgesamt 118,95 Millionen Euro investiert, davon 24,95 Millionen Euro in Maßnahmen mit ökologischer Wirkung, das sind im Durchschnitt 21 Prozent. Aus dem Tennengau sind in dieser Broschüre drei Projekte beschrieben. Für diese drei Projekte flossen insgesamt 34,15 Millionen Euro, davon 3,35 Millionen für ökologische Maßnahmen, das sind 9,8 Prozent.

Dabei handelt es sich neben dem Projekt am Almbach in Hallein noch um Hochwasserschutzmaßnahmen an der Salzach in Hallein und in Golling. Für das Projekt an der Salzach in Hallein werden von 2012 bis 2017 insgesamt 15,5 Millionen Euro ausgegeben, davon eine Million für ökologische Maßnahmen, das sind sechs Prozent. Für das Projekt in Golling wurden von 2006 bis 2012 insgesamt 17,25 Millionen Euro ausgegeben, davon 2,1 Millionen für ökologische Maßnahmen, das sind zwölf Prozent.
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