22.06.2016, 00:00 Uhr

"Nicht alle arbeiten mit"

Bürgermeister Helmut Kloses (ÖVP) momentanes "Baby" ist der Bau des neuen Seniorenwohnheimes.

Mit Projekten läuft es toll, in der Gemeindestube nicht immer: Puchs Bgm. Helmut Klose im Interview.

Von Theresa Kaserer

Was ist derzeit Ihr vorrangigstes Projekt?
HELMUT KLOSE:
"Mein "Baby" ist momentan der Bau des neuen Seniorenwohnhauses. Seit elf Jahren investiere ich viel Zeit, Schweiß und Kampf in dieses Projekt und jetzt mit großartigem Erfolg. Der Baubescheid ist da und Mitte September wird endlich Baubeginn sein. Das neue Gebäude wird in anthroposophischer Architektur errichtet, die sich an Elementen des Jugendstils und des Expressionismus orientiert und es wird wirklich ganz toll."

Stichwort "ganz toll": Wie läuft es denn momentan in der Gemeindevertretung ab? Ist alles harmonisch und toll?
HELMUT KLOSE:
"Mit den Grünen und den Blauen läuft es wirklich gut, mit den Roten nur teilweise. Ein Teil der SPÖ-Fraktion arbeitet nicht mit. Ein SPÖ-Gemeindevertreter ist eh fast nie da, ein anderer sagt nie etwas, aber der andere bemüht sich zumindest ein bisserl."

Nach dem jahrelangen Polit-Hickhack samt Rechnungshofprüfung: Wie gehen Sie heute vor, wenn z. B. eine Straßenlaterne in Puch ausfällt?
HELMUT KLOSE:
"Früher habe ich die über meine Elektrofirma unbürokratisch und schnell reparieren lassen, heute ist eben alles komplizierter und teurer geworden, weil mehr Schreibkram anfällt. Es gibt alle drei Jahre einen Rahmenvertrag für Elektroarbeiten, den die Gemeinde aufsetzt, dann werden Firmen angeschrieben und der Bestbieter bekommt den Auftrag."

Und der Bestbieter sind meistens Sie?
HELMUT KLOSE:
"Das ist klar, weil mein Elektrounternehmen in Puch ist. Eine Kuchler Firma kann z. B. schlecht Bestbieter sein, weil bei der die Anfahrtskosten ja dazukommen. Dafür habe ich in Kuchl weniger Chancen Bestbieter zu sein.
Seit 30 Jahren arbeitet mein Unternehmen jetzt für Puch und den Rahmenvertrag haben wir immer gehabt, auch als ich noch nicht Bürgermeister war. Der Vorteil sind natürlich die Anlagenkenntnisse. Wenn mich jemand vom Seniorenheim anruft und sagt, irgendwo ist etwas ausgefallen, dann klingelt's bei mir sofort und ich weiß schon, wo ziemlich sicher der Fehler liegt."

"Spätestens im Frühjahr 2012 gibt es in Puch den Spatenstich für die Freizeitanlage mit Teich auf dem Areal hinter der Volksschule" haben Sie uns 2011 erzählt. Wo ist die Freizeitanlage?
HELMUT KLOSE:
"Sie kommt schon noch, aber voraussichtlich erst 2019. Vorrangig war jetzt der Neubau des Seniorenwohnheims. Wir wollen die Synergien nutzen und große Materialtransporte vermeiden. Zuerst kommt das Seniorenwohnheim, dann beginnen wir mit der Freizeitanlage. Ab und zu dauert Gutes eben doch länger, dafür wird es richtig gut."

Zu Puch gehört auch der Ortsteil St. Jakob am Thurn. Sehen sich die St. Jakober ab und zu benachteiligt?
HELMUT KLOSE:
"Nein und dafür gibt es auch keinen Grund, alle werden von mir gleich behandelt. Es gibt kein Konkurrenzdenken."

Sind die St. Jakober anders als die Pucher?
HELMUT KLOSE:
"Ja, schon. Die St. Jakober sind heimischer und stolz auf ihr Kleinod dort oben - und das dürfen sie auch sein! Fast jeder ist bei jedem Verein dabei. Die Kameradschaft und Gemeinschaft ist stärker als in Puch - aber das ist klar. In Puch bekommt man das bei dieser Größenordnung gar nicht zusammen."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.