22.05.2016, 16:00 Uhr

Tennengau: Hier finden Sie das Wahlergebnis der Bundespräsidenten-Wahl aus dem Bezirk und den Gemeinden

Österreich wählt seinen Bundespräsidenten - die ersten Ergebnisse gibt's ab 17 Uhr auf https://www.meinbezirk.at/salzburg (Foto: MEV Verlag GmbH/Kitting)

Das Wahlergebnis der Bundespräsidenten-Stichwahl mit dem tatsächlichen Auszählungsstand aus Österreich, Salzburg, den Bezirken und ihren Gemeinden.

TENNENGAU (mg/tres). 43.177 wahlberechtigte Tennengauerinnen und Tennengauer hatten die Möglichkeit bei der Stichwahl ihre Stimme für Alexander van der Bellen oder Norbert Hofer abzugeben. Mittlerweile sind die Wahllokale geschlossen und die Auszählung hat begonnen. In der untenstehenden Grafik sehen sie den tatsächlichen Auszählungsstand (keine Hochrechnung) der Bundespräsidentenwahl. Ein endgültiges Ergebnis wird erst am Montagabend nach der Auszählung der Wahlkarten feststehen.

Viele Hofer-Anhänger in St. Koloman

Wie haben die Tennengauer (inklusive Wahlkarten) gewählt? 53,2 % stimmten für Norbert Hofer, 46,8 % für Alexander van der Bellen. Besonders viele Norbert Hofer-Anhänger haben die Tennengauer Gemeinden Krispl (69,3 %) und St. Koloman (76 %).
"Verrückt", kommentiert St. Kolomans Bürgermeister Willi Wallinger das Ergebnis in seiner Gemeinde: "Ich weiß ehrlich nicht, warum bei uns so viele Norbert Hofer gewählt haben. Wir haben in St. Koloman ja nur einen FPÖler in der Gemeindevertretung und bei den Gemeinderatswahlen sind wir immer sehr "Schwarz". Ich kann nur mutmaßen, dass die vielen Bauern bei uns mit Alexander van der Bellens Verteilungspolitik und Besteuerung am Land nichts anfangen können. Ich glaube nicht, dass die St. Kolomaner so große Angst vor Fremden haben, wir haben ja nicht einen einzigen Flüchtling bei uns! Zukunftsängste gibt es aber wahrscheinlich doch."
Wen er selbst gewählt hat? "Dazu möchte ich nichts sagen, das behalte ich für mich", sagt Bgm. Wallinger.

Bgm. Klose wählte Hofer

In Puch hingegen hatte es Hofer mit nur 51,6 % der Stimmen nicht ganz so leicht, aber trotzdem bekam er auch dort die - wenn auch leichte - Mehrheit der Stimmen. Puchs Bürgermeister Helmut Klose sagt ganz offen, dass er Norbert Hofer gewählt hat. Warum?
"Ich habe bisher wirklich noch nie "Blau" gewählt, aber das mit Norbert Hofer war für mich eine Persönlichkeits- und keine Parteiwahl. Ich glaube, dass Norbert Hofer ein guter Bundespräsident wäre, er ist jung und dynamisch. Österreich braucht endlich einmal jemanden, der der Regierung in den Hintern tritt - und das kann kein Alexander van der Bellen sein. Viele hatten ja Bedenken, Hofer zu wählen, aus Angst, zum Nazi abgestempelt zu werden, aber ich bin mir sicher, dass mit Norbert Hofer kein Rechtsruck käme - und einen Rechtsruck würde ich auch nicht wollen."

Die Gemeinde Oberalm sticht aber besonders heraus: Hier gab es mehr Alexander van der Bellen-Wähler - nämlich 52,6 % - als Norbert Hofer-Wähler (47,4 %).

Halleiner Grüne finden das Ergebnis "sensationell"

Und in der Stadt Hallein war es bis Sonntag ganz knapp: Hofer kam dort - noch ohne Wahlkartenauszählung - auf 50,1 % der Stimmen, 49,99 % wählten van der Bellen - lediglich an einer Stimme lag es. Und diese Stimme kam dann auch noch am Montag - und zwar per Wahlkarte! Endstand daher: 50 % Hofer, 50 % van der Bellen.

Bgm. Gerhard Anzengruber (ÖVP) war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, aber Wilfried Vogl von den Halleiner Grünen gab uns gerne und freudig Auskunft: "Dieses Ergebnis ist wirklich sensationell für uns! Dass Alexander van der Bellen das Wahlergebnis im zweiten Wahlgang so spannend macht, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht."
Vogl meint, die Bundespräsidentenwahl sei eine Persönlichkeitswahl, "aber es kann schon sein, dass wir in Hallein in den vergangenen Wochen noch einige Grün-Wähler mobilisieren konnten, wir haben da schon noch viel wahlgekämpft. Trotzdem würde ich mir nie anmaßen, dass es der Verdienst der Halleiner Grünen war, dass so viele Halleiner van der Bellen gewählt haben."

Wahlergebnis der Bundespräsidenten-Wahl:



Weitere Berichte zur Bundespräsidenten-Wahl:

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