12.07.2016, 14:20 Uhr

Hawaii als großes Ziel

Michi Herlbauer blickt positiv in ihre Zukunft. Das große Ziel heißt Ironman-WM-Hawaii.

Michaela Herlbauer hat mit Platz zwei in Klagenfurt bewiesen, dass sie für Hawaii bereit ist.

HALLEIN (hei). Die Halleinerin Michaela Herlbauer hat beim Ironman Austria in Klagenfurt gezeigt, dass sie ganz vorne angekommen ist. Nur Mirinda Carfrae, Spitzenathletin und Ironman Weltmeisterin aus Australien war schneller im Ziel als die zierliche Halleinerin.
Neben dem zweiten Platz beim Ironman in Lanzarote letztes Jahr war der Tag in Klagenfurt der Höhepunkt ihrer Karriere.

Flitterwochen für Training

Angefangen hatte ihre Karriere im Jugendalter, wo sie bei Landes- und Staatsmeisterschaften gehörig Medaillen sammelte. Ein 10. Platz bei der Junioren-WM war damals eines ihrer Highlights. 2008 machte sie dann mit dem Triathlon Schluss und konzentrierte sich auf ihre berufliche Ausbildung. „Genau in dieser Zeit lernte ich meinen jetzigen Ehemann Daniel kennen“, erinnert sie sich zurück.

Wie es der Zufall so will, war und ist Daniels größte Leidenschaft der Triathlon. So gestaltete sich die Hochzeitsreise der beiden frischvermählten gleich zum Trainingslager.
„Ich begleitete Daniel bei seinen Trainingseinheiten und fand wieder Gefallen am Triathlon“, so Michi Herlbauer. Doch diesmal wollte sie es so richtig wissen, fand mit Alun Woodward einen kompetenten Trainer und schnupperte in die Ironman-Serie hinein. Zuerst auf der Mitteldistanz, dann auf der Langdistanz. Das heißt, zuerst 3,86 Kilometer schwimmen, dann 180,2 Kilometer Rad fahren und zuletzt einen Marathon mit 42,195 Kilometer laufen.

Training ist Alltag

Michaela Herlbauer hat das in unter neun Stunden geschafft. Neun harte Stunden, die ihrem Körper alles abverlangen.
Viele Rennen kann sie in der Saison nicht machen, das würde der Körper nicht schaffen. So heißt es für sie jetzt nach Klagenfurt, erst einmal regenerieren und wieder fit werden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht es daher fast jeden Tag in das ULSZ Rif zum Training. Seit zwei Jahren lebt sie von ihrem Sport und natürlich auch für den Triathlon. Das Training ist ihr Arbeitsalltag.

Zumindest einen Ironman möchte sie heuer noch bewältigen. Schließlich gibt es für jede Topplatzierung wichtige Punkte für die Hawaii-Qualifikation. Die Ironman-WM in Hawaii ist für jeden Triathleten der Ritterschlag. Dort geht nur die Crème de la Crème der Langdistanz-Triathleten an den Start.
Michi Herlbauer möchte 2017 auch dazugehören und in der Hitze von Kona ein weiteres Spitzenergebnis einfahren.
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