31.07.2016, 17:35 Uhr

Österreichs beste Leichtathleten wurden in Rif ermittelt

Bei seinem sechsten und letzten Versuch schleuderte Matthias Kaserer seinen Speer auf 67,35 Meter Weite und verteidigte damit seinen Staatsmeistertitel.

Letzter Schliff für Rio: Am Samstag und Sonntag wurden auf den Anlagen des ULSZ Rif die Staatsmeisterschaften der Leichtathleten abgehalten.

SALZBURG/HALLEIN (tri). Zum ersten Mal seit dem Jahr 2003 wurden am Wochenende in Rif wieder nationale Meisterschaften der Leichtathleten abgehalten.

Eine letzte Formüberprüfung für so manchen heimischen Olympioniken und ein großes Sportfest wurde rund um die Anlage des ULSZ Rif geboten. Große Stars der heimischen Leichtathletikszene waren am Start und konnten trotz tropischer Temperaturen am Samstag ihre Leistungen abrufen und Wettkämpfe, die knapper nicht sein könnten, abliefern.

Michi Egger übertrumpfte alle

Die Königin der Sandgrube, Michi Egger, konnte am Samstag den Weitsprung mit 5,89 Metern mit einem gültigen Versuch und mit nur einem Zentimeter Vorsprung auf Verena Preiner (OÖ) für sich entscheiden.
Bronze ging auch nach Salzburg - durch Ingeborg Grünwald. Gold über die 800 Meter sahnte auch ein Salzburger ab: Günther Matzinger. Stephanie Bendrat konnte sich im 100 Meterlauf die Silberne sichern und forderte am Sonntag über die 110 Meter Hürden Olympiateilnehmerin Beate Schrott.
In diesem Lauf konnte sich die junge Salzburgerin doch überraschend klar durchsetzten und sich den Titel mit 13,65 Sek. sichern. Michi Egger konnte dann auch noch den Titel in ihrer Paradedisziplin, dem Dreisprung, mit einer Weite von 12,96 Meter einheimsen.

Ein Speerwurf-Krimi

Einen wahren Krimi lieferten sich die Speerwerfer am Sonntag. Favorit und Serienstaatsmeister Matthias Kaserer war aus beruflichen Gründen etwas im Trainingsrückstand und wurde von der Konkurrenz ziemlich gefordert.

Bis zu seinem vorletzten Versuch lag Kaserer hinter dem Niederösterreicher Gregor Högler auf Rang zwei. Den fünften Versuch versemmelte Kaserer und Högler konnte seinen Speer nochmals weiter schleudern und setzte diesen auf eine Marke von 67,19 Meter.
Kaserers Nerven hielten jedoch stand und im allerletzten Versuch wuchtete der gebürtige Pucher den Speer in den Rifer Himmel und dieser bohrte sich erst nach 67,35 Metern in die Erde und sicherte ihm damit mit 16 Zentimeter Vorsprung den Staatsmeistertitel.

"Ich habe mein Hirn ausgeschaltet"

Kaserers Erklärung: "Es war ein super Wind, super Verhältnisse. Im letzten Versuch das Ergebnis aber noch umzudrehen, das war schlimm. Ich habe mir dann aber gedacht: Jetzt heißt es, entweder ganz oder gar nicht. Ich habe mein Hirn ausgeschaltet, habe geworfen und es ist gegangen!"

Olympiateilnehmerin und Medaillenhoffnung in Rio Ivona Dadic sagte ihren Start dem Veranstalter noch kurzfristig ab. Die restlichen Olympioniken zeigten hingegen eine gute Form. Zehnkämpfer Markus Distelberger und Jennifer Wenth konnte sich ihre Titel sichern und Lukas Weißhaidinger war im Diskuswurf seiner Konkurrenz ebenfalls voraus.

Für Salzburgs Sportler gab es ingesamt vier mal Gold, zwei mal Silber und drei mal Bronze zu bejubeln.

Die Form für Rio sollte passen und man darf gespannt sein, wie es den heimischen Athleten an der Copa Cagrana ergeht.
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