21.08.2016, 11:30 Uhr

Skandal in Adnet endet mit Spielabbruch

Die Tennengauer Kicker schenkten sich an diesem Wochenende nichts.

In der vierten Runde der Salzburger Liga behält der FC Puch die Nase im Tennengau vorne.

HALLEIN (tri). In der vierten Runde der laufenden Saison stieg am Samstag das Derby zwischen der Union Hallein und dem SC Golling. Die Rollenverteilung war jedoch schon vor dem Spiel klar, die Hausherren galten als der „Underdog“ und die Gollinger waren dank der bisher erbrachten Leistungen klar zu favorisieren.

Das Spiel war alles in allem keine Glanzpartie und nur reich an Fouls und gelben Karten. Das Abwehrbollwerk der Halleiner hielt auch diesmal Stand. Lediglich zwei Gegentreffer musste man in den bisherigen Spielen einstecken. Mit wenig Chancen auf beiden Seiten endete das Spiel 0:0. Rassig war lediglich nur die Schlussviertelstunde, in der der Schiedsrichter gleich fünf Mal zu Gelb in die Tasche griff.

Gleich sechs Siege in Serie

Von einer ganz anderen Seite und Qualität zeigte sich das zweite Derby am Freitag. Kuchl traf zu Hause auf die ungeschlagene Elf vom FC Puch. Die roten Teufel aus Kuchl hatten dabei eine wahre Siegesserie zu verteidigen. Sechs mal in Folge konnten die Pucher bezwungen werden und diese Serie wollten die Mannen von Trainer Perlak fortsetzen. Eine schnelle und attraktive Partie bekamen die gut 250 Zuseher geliefert. Kuchl startete perfekt ins Match und ging in der neunten Minute durch Eigenbauspieler Christian Kaindl mit 1:0 in Führung.

In Hälfte zwei legten beide Mannschaften ein Schäufchen Härte nach und es gab in Summe vier gelbe Karten. Der FC Puch gab sich nicht auf und wurde für die harte Arbeit prompt belohnt. Ebenfalls der Eigenbauspieler Markus Pucher wurde seinem Namen für den FC Puch gerecht und versenkte das Leder in der 51. Minute im Kuchler Tor. Die Gäste fanden in weiterer Folge noch drei Topchancen auf den Siegestreffer vor, konnten diese aber nicht nutzen. Ein verdientes Unentschieden hüben wie drüben mit dem man gut leben kann. Der FC Puch ist weiterhin ungeschlagen und die Nummer eins im Tennengau.

Heiße Szenen in Adnet

Kuriose Szenen spielten sich im Spiel der Landesliga Adnet gegen Henndorf ab. Der Dritte und der Viertplatzierte aus der Vorsaison prallten dabei aufeinander. Die beiden Teams schenkten sich natürlich von Beginn an nichts und stiegen auch ganz schön hart ein, was durch den Unparteiischen hingenommen wurde. Eskaliert ist das Spiel in Minute 42.
Der Henndorfer Henry Diaz sah erst die gelbe Karte, danach lieferte er sich ein scharfes Wortgefecht mit dem Schiri, was dieser mit Gelb/Rot ahndete. Das brachte den Topf zum Überlaufen und Diaz versetzte dem Schiedsrichter mit vollem Körpereinsatz einen Bodycheck, der sich gewaschen hat.

Schiedsrichter Thomas Hochstaffl wurde zu Boden geschleudert und sah sich danach gezwungen, die Partie abzupfeiffen, was einen Spielabbruch zur Folge hatte. Somit wird das Spiel wohl am grünen Tisch mit 3:0 für Adnet gewertet werden. Sektionsleiter Josef Grössinger der Union Henndorf zeigte sich erschüttert und rügte auch Diaz, der sich und sein Temperament besser im Griff haben sollte. Weiterhin schwer tut sich der FC Hallein. Die Salinenstädter unterlagen in Berndorf mit 2:0 und halten in der laufenden Saison bei einem Punkt und laufen einem vollen Erfolg weiterhin hinterher.
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