04.04.2016, 11:25 Uhr

Biker zwischen Glück und Horror

Er liebt den wunderbaren Ausblick über Berndorf: Markus Kamper bei einer seiner Lieblingsstrecken am Kremesberg.

Niederösterreich wird international zum Motorradland: Lokalaugenschein auf den Bikerrouten der Region.

Das Steinfeld hält vor allem für flotte Stahlritter traumhafte Routen parat. Die langen Landstraßen durch Feld und Flur laden zum Gas geben ein. Einer, der davon gar nicht genug bekommen kann, ist Christopher Neumayer von der Freiwilligen Feuerwehr Günselsdorf.

Durch die ganze Region
Zwischen Seibersdorf und Ebreichsdorf oder von Teesdorf bis Pottendorf knattern die Motoren sobald die Sonne scheint. Neumayer zieht es aber oft in die andere Richtung: "Meine Lieblingsroute ist von Günselsdorf Richtung Pottenstein und danach über den Hals nach Pernitz und weiter bis in die Kalte Kuchl. Was mich am Biken so fasziniert ist das Feeling und dass es befreit. Nach einem harten Tag im Büro oder einer stressigen Arbeitswoche ist das für mich richtige Entspannung." Aber der Spaß hat auch Schattenseiten: "Die Hauptgefahren sind, dass viele Autolenker nicht auf die Biker achten und es so immer wieder im Strassenverkehr zu Unfällen kommt. Biker sollten auch auf die richtige Bekleidung achten, da sollte man nicht sparen."

Vom Hart bis zum Hals
Das Triestingtal hält einige traumhafte Routen für passionierte Biker parat. Einer, der davon gar nicht genug bekommen kann, ist Markus Kamper vom Roten Kreuz Berndorf/St. Veit. Die Routen durch das Tal sind dem begeisterten Motorradfahrer durchwegs bekannt. Ob über den Hart in Hernstein oder den Hals von Pottenstein nach Pernitz. Seine Lieblingsroute ist aber eine andere: "Die schönste Route im Triestingtal ist für mich die Strecke Berndorf-Hernstein-Aigen-Lindabrunn." Was macht die Faszination am Motorradfahren aus? "Das Herumcruisen in schönen Gegenden, verbunden mit dem speziellen Fahrgefühl des Motorradfahrens." Dass nicht alles Eitel Wonne ist, weiß auch Kamper, der durch seinen Job beim Roten Kreuz immer wieder mit Unfallopfern konfrontiert ist: "Es gibt so viele Gefahren. Man wird von anderen Verkehrsteilnehmern sehr leicht übersehen. Auch ein Sturz kann schnell passieren und am Motorrad gibt es leider keine Knautschzone."

Polizei bittet um Vorsicht
Dieser Meinung ist auch Chefinspektor Karl Stix von der Polizei Baden: „Der alte Satz mit der Knautschzone wird von vielen Bikern immer wieder verdrängt. Viele Lenker überschätzen ihr Können und ihre Maschinen." Im Bezirk ereigneten sich im Vorjahr 52 Verkehrsunfälle mit Motorrädern und 57 mit Mofas. Wobei in der Hauptsaison mit den schweren Maschinen 44 und mit den Mofas 55 Unfälle passiert sind. In zwei Fällen waren Todesopfer zu beklagen.
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
17.169
Petra Maldet aus Neunkirchen | 04.04.2016 | 13:17   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.