29.04.2016, 00:57 Uhr

Burgundermacher ganz in weiß

STEINFELD. Dass die 8 Winzer aus dem Steinfeld St. Laurent und Pinot Noir von bester Qualität und für anspruchsvolle Weinliebhaber keltern, ist allgemein bekannt. Die Weißweine der Burgundermacher waren oft nur regionalen Insidern ein Begriff und standen bis jetzt – völlig zu Unrecht – in der zweiten Reihe. Die Winzer beweisen seit längerem bei Verkostungen und Wettbewerben, dass sie auch ein Händchen für Chardonnays, Weißburgunder und Rotgipfler haben. „Wer Burgundermacher hört, denkt sofort an St. Laurent und Pinot Noir,“ erzählt Günther Dopler aus Tattendorf. „Dabei sind unsere weißen Burgunder der beste Beweis für die Sortenvielfalt der Thermenregion“. Die Weingegend vor den Toren Wiens ist eine der wenigen Regionen in Österreich, die beste klimatische Bedingungen und Bodenverhältnisse für Rot- und Weißweine bietet. Vor allem Chardonnay, Weißburgunder und die autochthone Rebsorte „Rotgipfler“ finden in der Thermenregion ihre volle Entfaltung.

Bis ins 12. Jahrhundert
Eine der ersten Rebsorten, die die Zisterziensermönche des Freigut Thallern im 12. Jahrhundert in der Thermenregion ausgesetzt haben, war der „Graue Burgunder“, auch „Grauer Mönch“ genannt. So legten sie den Grundstein für eine lange Weißwein-Tradition. Die autochthone Sorte „Rotgipfler“ gedeiht vor allem auf den kühlen Hanglangen der Thermenregion prächtig und schätzt den hohen Kalkgehalt der Böden. Chardonnay und Weißburgunder fühlen sich auch in der Ebene wohl. Bei den Burgundermachern liegt im Weißweinbereich der Fokus auf der autochthonen Rebsorte „Rotgipfler“ sowie auf Weißburgunder und Chardonnay. Einige der 8 Winzer bewirtschaften neben ihren Lagen im Steinfeld auch Weingärten in Pfaffstätten, Baden und Gumpoldskirchen. Die Böden der Rieden rund um den Anninger garantieren Rotgipfler und Zierfandler optimale Bodenverhältnisse.

Duftige Weiße und fruchtige Rote

„Für den Sommer legen wir den Kunden unsere Weißweine sehr ans Herz. Ein gut gekühlter Weißburgunder passt ausgezeichnet zu gegrilltem Fisch oder leichten Sommersalaten“, verrät Franz Landauer-Gisperg aus Tattendorf. Wer es gerne etwas opulenter mag, greift zu einem Rotgipfler oder Chardonnay, die von den Burgundermachern klassisch als auch im großen Holz ausgebaut werden. „Und für echte Rotweinfreaks, die auch an heißen Sommertagen auf Rot setzen, empfehlen wir einen klassisch ausgebauten Pinot Noir leicht gekühlt. Schmeckt super zu gegrillten Steaks oder zu Pasta“, schwärmt Heinrich Hartl III. Zu verkosten gibt es Weine der Burgundermacher in Rot und in Weiß von 4. bis 6. Juni 2016 auf der VieVinum in der Wiener Hofburg (Seitenhalle, Tisch 55 & 56)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.