14.04.2016, 19:05 Uhr

Der Wastl muss an die Leine

Kaum etwas ist so streng reglementiert, wie das Leben mit unseren vierbeinigen Lieblingen.

TRIESTINGTAL (les). Es ist ein Thema, das in letzter Zeit immer wieder präsent ist, aber wenig Beachtung findet: Seit 1. April müssen alle Katzen auf Bauernhöfen kastriert werden, was bei Landwirten auf wenig Gegenliebe stößt.

Alles ein Für und Wider
Madleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, befürwortet die neue Regelung und sieht sie als wichtig für das Überleben der einzelnen Tiere an. Tierarzt Jan Henrich aus Berndorf: "Es hat alles ein Für und Wider. Einerseits wurden mehr Katzen geboren, als nachgefragt wurden, was viele verwilderte Tiere zur Folge hatte. Das Wider ist, dass wenn alle Katzen kastriert werden, wo bekommt man in Zukunft Mischlingskatzen? Wenn alle Freigänger rigoros kastriert werden, was vermutlich ohnehin nicht zu 100 Prozent durchführbar ist, sterben diese auf lange Sicht aus. Auch das Mäuseproblem auf Höfen wird dadurch vermutlich zunehmen."

Von Maulkorb und Leine
Im Triestingtal herrscht, wie auch im restlichen Niederösterreich, Leinen- und Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten im Ortsbereich. Wenig Verständnis dafür hat Elke Fuchs aus Berndorf, selbst Halterin von drei Hunden und einer Katze: "Ich bin gegen Maulkorbzwang. Leinenzwang im Ortsgebiet dagegen befürworte ich - schon zum Schutz des Hundes. Jeder, der überlegt sich einen Hund anzuschaffen, sollte einen Kurs über Grundlagen der Hundehaltung absolvieren und den Hundeführerschein machen."
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.