11.05.2016, 12:37 Uhr

Keine Chance für Parker

Die Parkplatzsituation in Berndorf brachte Verena Silhanek jetzt auch noch hohe Anwaltsgebühren ein.

BERNDORF (les). Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie leben in Berndorf, müssen für zwei Tage weg und haben keine Möglichkeit ihr Auto außerhalb einer Kurzparkzone abzustellen.

Parken kaum möglich
Verena Silhanek wohnt direkt an der Fußgängerzone in der Alexanderstraße und hätte eigentlich direkt vor der Haustür jede Menge Abstellplätze, aber: "Wie auch im restlichen Zentrum der Stadt, herrscht hier - auf dem ehemaligen Kinoparkplatz - von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr Kurzparkzone." Meist herrscht in Berndorf Parkplatzmangel außerhalb dieser Kurzparkzonen. Für die Anrainer oft ein Dilemma. Verena erklärt: "Als ich zum Beispiel krank war, musste ich alle 90 Minuten hinuntergehen, um die Parkuhr neu zu stellen. Das war mit Fieber und Gelenkschmerzen nicht sonderlich amüsant." Noch schwieriger wird die Sache, wenn man auf Urlaub fährt und das Auto zu Hause stehen lassen möchte. "Wir haben nebenan einen Billa mit einem sehr großen und niemals vollen Parkplatz. Ich habe mein Auto dann für zwei Tage dort stehen lassen. Das war ein Fehler."

Keine Chance auf Gnade
Ein paar Wochen danach kam ein Anwaltsbrief mit einer Unterlassungserklärung und einem Zahlschein über 198 Euro: "Diese Kosten betreffen nicht einmal das Falschparken, sondern lediglich die Anwaltsgebühren für das Schreiben. Das ist schon recht kess." Mehrere Anfragen bei der Gemeinde nach einer Auflösung der Kurzparkzone oder einem Parkplatz für die Wohnungen im Zentrum blieben bisher ergebnislos. Verena hat den Betrag bereits bezahlt, ist aber verärgert: "Schade um das Geld, aber ich hoffe immer noch auf eine baldige Parkplatzlösung für uns Anrainer."
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