20.07.2016, 10:10 Uhr

Nachruf auf Sigi Maron

BADEN (les). Am Montag verstarb der "alte Grantscherm" des Austropop Sigi Maron mit 72 Jahren in Baden bei Wien. Der Künstler war seit einer Kinderlähmungserkrankung in seiner Jugend an den Rollstuhl gefesselt und etablierte sich bereits in den 1960er Jahren als einer der Gründungsväter des modernen Austropop. Mit Liedern wie "Ballade von ana hoatn Wochn" oder dem Antiselbstmordsong "Geh no ned furt" zeigte Maron immer wieder seine harte, wie auch seine verletzliche, weiche Seite. Eines ließ er sich nie verbieten und das war sein Recht alles auszusprechen, das ihm auf der Seele brannte. Unvergessen auch seine Auftritte in der ORF Sendung TOHUWABOHU, wo er unter anderem an der Seite von Publikumsliebling Ossy Kollmann spielte, der ebenfalls am Montag verstorben ist. Mit Sigi Maron verliert die österreichische Musikszene einen ihrer besten, wenn auch einen der am meisten unterschätzten Künstler.
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