08.05.2016, 17:44 Uhr

St. Veiter bangen um ihre Bank

ST. VEIT (finni). "Es geht um Kundenservice, Mitarbeiter, Vertrauensverhältnisse und Nahversorgung", lautet der Tenor der Bevölkerung, wenn es um die geplante Schließung der Volksbank-Filiale St. Veit geht.

Wichtige Insitution
Seit fast 50 Jahren ist die Filiale wichtiger Partner für Großteile der St. Veiter Bevölkerung in allen Bankangelegenheiten. Aber nicht nur das: die Filiale ist auch wichtiger Ansprechpartner für sämtliche Vereine und Institutionen, wenn es um ein Miteinander geht. Die Filiale wird aber auch sehr gerne von Kunden aus der Umgebung besucht, vor allem von Berndorfern. Nun soll nach unbestätigten Meldungen die Filiale per 11. November 2016 geschlossen werden. Ein Aus der Filiale, wäre ein wesentlicher Einschnitt in die Lebensqualität der St. Veiter Bürger. In der kleinen Gemeinde gibt es außer der Volksbank keine andere Gelegenheit, seine Bankgeschäfte zu tätigen. Die Postfiliale wurde bereits vor Jahren geschlossen. "Wir können uns nicht vorstellen, dass die Bank defizitär läuft. Viele Kunden kommen extra nach St. Veit und die Filiale ist immer frequentiert." So wird hinter der Hand gemunkelt, offizielle Daten dazu gibt es allerdings nicht.

Kunden schockiert
"Wir konnten zu den Angestellten ein wichtiges Vertrauensverhältnis aufbauen, das bleibt bei großen Filialen oft auf der Strecke", erzählt Gerald Bauer, einer der treuen Kunden. "Für uns St. Veiter ist das ein wesentlicher Einschnitt in unsere Lebensqualität. Wir müssten in andere Filialen ausweichen und haben längere Wegstrecken. Viele Leute sind ja nicht mobil. Für sie ist eine Fahrt in Nachbargemeinden mit den öffentlichen Verkehrsmittelm oft eine richtige Tortur und zeitaufwändig", meinen die Gemeinderätinnen Brigitta Zauner und Getraud Fürst über die Situation. Die beiden Damen starteten eine Unterschriftenliste gegen die Schließung und zahlreiche Unterstützer schlossen sich an. Die Listen liegen im Jauseneck St.Veit, im Kunstcafe Panzenböck, im Hausgemachten, in der Trafik in St. Veit und in der Fleischerei Pepperl Hoppel in Berndorf auf.

Stadtchef für Erhalt
Bürgermeister Hermann Kozlik auf Anfrage der Bezirksblätter: "Ich bin ein starker Befürworter dieser Unterschriftenaktion und sage allen Danke, die sich dafür einsetzen. Die Filiale sollte erhalten bleiben, weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Lebensqualität vieler St. Veiter durch die Schließung erheblich eingeschränkt wird. Ich meine damit nicht nur die Kunden, sondern auch die Vereine, bei denen sich das St. Veiter Volksbank-Team immer wieder mit guten Ideen eingebracht hat und in Erscheinung getreten ist." Seitens der Volksbank Wien-Baden wurde bisher niemand für eine Stellungnahme erreicht.
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