13.09.2016, 20:17 Uhr

Streit um Schulstarthilfe in Trumau

TRUMAU (les). Im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 31. August, stellte die FPÖ unter Obmann Tino Seidl einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Schulstarthilfe.

Gutscheine für Eltern
Die Idee der Freiheitlichen war, die Eltern der 58 Trumauer "Tafelklassler" einmalig mit jeweils 100 Euro, in Form von "Trumi"-Gutscheinen, zu unterstützen, um damit gleichzeitig die Trumauer Wirtschaft zu fördern. "Die überdurchschnittlich vielen Schulutensilien, die für Erstklässler besorgt werden müssen, stellen eine große finanzielle Belastung dar.
Wir wollten hier unterstützen", meint Klubobmann Tino Seidl, "doch leider haben SPÖ und Grüne unseren Antrag nicht unterstützt. Paradoxerweise wurde nicht einmal die Dringlichkeit anerkannt. Ich frage mich: wann ist es etwas dringend, wenn es dies im vorliegenden Fall nicht einmal fünf Tage vor Schulbeginn ist?"

SPÖ nimmt Stellung
SPÖ-Klubobmann Markus Artmann kontert: "Trumau ist im Bildungsbereich eine Vorzeigegemeinde. Die durchgehende Ferienbetreuung oder die komplett neuen Räumlichkeiten für die Kleinkinderbetreuung sind nur zwei Beispiele von vielen. Ebenso führen wir den Englischunterricht im Kindergarten weiter, obwohl die Landesförderung abgeschafft wurde, ohne die Eltern dafür finanziell zu belasten. Mit einer vernünftigen, ganzheitlichen Bildungspolitik hat der FPÖ-Vorschlag nichts zu tun. Er ist billiger Populismus und diesem wird unser Klub nie eine Dringlichkeit zugestehen. Wenn es dem FPÖ-Obmann ein wirkliches Anliegen gewesen wäre, hätte er jenen Weg gewählt, den auch alle anderen Klubs im Gemeinderat gehen. Rechtzeitig Gespräche mit allen zu führen und nicht fünf Minuten vor Sitzungsbeginn den gesamten Gemeinderat zu überraschen. Das zeigt, dass ihm die Umsetzung weniger wichtig war, als eine schnelle Schlagzeile."
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