12.07.2016, 18:10 Uhr

Weiter Streit um neues Ortszentrum

ENZESFELD-LINDABRUNN. Die Wogen gehen hoch in der kleinen Gemeinde. Die Bürger sind verunsichert, die Politik gespalten. "Wesentliche Zukunftsentscheidungen werden über unsere Köpfe hinweg im Alleingang getroffen", lautet der Tenor der Minderheitenfraktionen Team Nemetz-VP, SPÖ und FPÖ.

Das neue Gemeindezentrum
Was ist geschehen? Stein des Anstoßes ist immer noch der von Bürgermeister Franz Schneider geplante Bau eines neuen Gemeindezentrums mit all seinen Folgen. Um die diesbezüglichen Entscheidungsmöglichkeiten auf Bürgerebene zu bringen, formulierten die drei Oppositionsparteien geschlossen einen Dringlichkeitsantrag, der in der Gemeinderatssitzung vom 5. Juli eingebracht wurde. Mit diesem Antrag wurde gefordert, „der Gemeinderat möge beschließen, zum Thema der Grundverkäufe und der folgenden Errichtung eines neuen Gemeindezentrums samt Verkauf und Abriss des alten Gemeindeamts, eine Volksbefragung durchzuführen und dessen Ergebnis als bindend anzuerkennen.“

Antrag in Sitzung aufgenommen
Dem Antrag wurde vorerst die Dringlichkeit zuerkannt und er wurde in die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung aufgenommen. In einer Presseaussendung äußert die Orts-VP nun den Unmut über das, was danach geschah: "Sein wahres Gesicht zeigte Schneider, als es um die Debatte des Dringlichkeitsantrages ging: Die Gemeinderäte der Liste Schneider lehnten den Tagesordnungspunkt ohne jeglicher Diskussion oder Nachfrage geschlossen ab. Der Bürgerwille wurde damit nicht nur im gröbsten ignoriert, es wird nach "wir-sind-wir"-Mentalität einfach über die Köpfe unserer Mitbürger hinweg ein Millionenprojekt entschieden. Und zwar obwohl Bürgermeister Schneider ganz genau weiß, dass es dazu keinen Konsens gibt."

VP will Unterschriften sammeln
VP-GGR Christian Nemetz dazu: „Die Gangart von Bürgermeister Schneider ist nicht unbekannt. Auch im Fall des ARED-Parks wurde die Bevölkerung hinters Licht geführt und die Gemeindegrenze – trotz gegenteiligem Wahlversprechen – verlegt. Eine bürgernahe Servicegemeinde sieht anders aus. Daher werden wir auch eine Unterschriftenaktion initiieren, um den Bedenken unserer Mitbürger mehr Gewicht und Stimme zu verleihen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.