07.12.2016, 00:00 Uhr

"Lasersystem wird gerade evaluiert"

Günter Loibl legt eine Schallplatte auf, in einem Jahr vielleicht schon eine HD-Vinyl. (Foto: Zeiler)

Tullner Günter Loibl will Schallpatte HD-fähig machen.

6.12.2016:
TULLN. "Mittlerweile haben wir mit der Entwicklung begonnen, das Joanneum arbeitet bereits daran", informiert Günter Loibl, Chef der Tullner Firma Rebeat. Der Unternehmer will die Schallplatte HD-fähig machen, damit erhält sie eine längere Spieldauer und einen größeren Frequenzbereich, wie die Bezirksblätter berichtet haben. Aktuell werden gerade die Lasersysteme evaluiert.


23.5.2016:

"Innovation ist in unserer DNA"


Tullner Rebeat-Chef will Spieldauer und Frequenz von Schallplatten durch seine Erfindung erhöhen.

TULLN. Musik war schon immer seine Leidenschaft, das Hobby hat er zum Beruf gemacht. Mit Promis wie Eminem, Schönfelder und Seiler & Speer ist er per Du – und trotz allem ist er am Boden geblieben – die Rede ist von Günter Loibl, Chef der Tullner Firma Rebeat.

Ins Geschäft reingestolpert

Begonnen hat der heute 46-Jährige mit Kompositionen und Produktionen. "Das wollte aber keiner haben", erinnert er sich an den holprigen Start. Mehr oder weniger sei er in das Vetriebsgeschäft hineingestoplert. Immer mehr CDs wurden sowohl für Österreich und Deutschland produziert. Patricia Kaiser, Rainer Schönfelder, aber auch Eminem zählen zu seinen Kunden.
2004 explodierte der Digitalvertrieb und der Unternehmer stellte die Frage, ob man nicht eine Software für alle Systeme generieren könne. "Die CD hat keine Zukunft", musste der Manager 2011/12 feststellen, doch mittlerweile hatte er durch seine Software-Innovation Conchita Wurst, den ORF sowie Red Bull und weitere namhafte europäische Radiosender als Kunden akquiriert.

Erfindung für Schallplatte

Das Geschäft sei grundsätzlich "unsexy und unspektakulär". Jene Innovation, mit der er nun aufwartet, ist das Gegenteil. Denn der Tullner hat ein Patent angemeldet bei dem Schallplatten künftig mit längerer Spieldauer sowie einem größeren Frequenzbereich hergestellt werden können. "Die digitale Firma erfindet das analoge Medium neu", bezeichnet Loibl die Idee als "vollkommen crazy". Wie das funktionieren soll? Die Audiodaten werden mit einem CAD-Programm aufbereitet und mittels Laser auf die Pressmatrize geschrieben.

Verhandlungen laufen

Die Idee sei "draußen im Lager" entstanden. Im Dezember 2015 war Loibl am Tiefpunkt angelangt, die Suche nach Investoren noch erfolglos. Heute sieht es jedoch anders aus: "Derzeit laufen die Verhandlungen mit zwei Investoren. Bei sehr gutem Wind können wir schon bald den Forschungsauftrag an das Joanneum erteilen, wo auch der erste Prototyp hergestellt werden soll. "Innovation ist in unserer DNA drinnen", sagt der vierfache Vater, der seit Firmengründung immer auf die Forschung und Entwicklung gesetzt hat. Ausmalen wie er mit seiner Idee den Markt revolutionieren könnte, will er sich heute noch nicht, die Augen leuchten jedoch, wenn er von der Entwicklung erzählt.
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