16.03.2016, 13:50 Uhr

Registrierkasse: Weinbauverband verzeichnet Etappensieg

Österr. Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Direktorin NÖ Bauernbund Klaudia Tanner, NÖ Landesrat Stephan Pernkopf. (Foto: NÖ Bauernbund)

Antwortschreiben: Finanzministerium bestätigt dem Weinbauverband Erleichterung bei der Registrierkassenpflicht

BEZIRK TULLN (red). „Nach zahlreichen Gesprächen können wir nun von Seiten des Weinbauverbandes einen ersten Etappensieg verzeichnen. Das Finanzministerium teilte dem Österreichischen Weinbauverband in einem Antwortschreiben mit, dass es nicht notwendig ist für Feste, die wenige Tage im Jahr - außerhalb der Betriebsstätte – stattfinden, eine eigene gesonderte Registrierkasse anzuschaffen“, erläutert Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes.

Im Antwortschreiben wurde auch darauf hingewiesen, dass in Bezug auf die Belegerteilungspflicht, bei der Nacherfassung auf der Betriebstätte nicht alle Daten einzeln eingegeben werden müssen, sondern ein Verweis auf die jeweilige Belegdurchschrift genügt.

Landesrat Stephan Pernkopf bedankte sich im Zuge eines Gespräches für den Einsatz des Weinbauverbandes und betonte einmal öfter die enorme Bedeutung der Wein- und Brauchtumsfeste für die niederösterreichische Kultur- und Lebensweise. „Die Bürokratie darf die Wertschöpfung und Lebensqualität im ländlichen Raum nicht gefährden. Ich freue mich über diesen ersten sichtbaren Schritt und das Einlenken in die richtige Richtung“, erläutert Pernkopf.

Bereits seit Wochen setzen sich der Österreichische Weinbauverband und der NÖ Bauernbund für die Rettung der österreichischen Wein- und Brauchtumsfeste ein. „Die bäuerlichen Brauchtumsfeste sind ein bindendes Element in der Partnerschaft zwischen Konsument und Produzent und eine wichtige Werbemöglichkeit für unsere kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. Gefordert wird schlicht und einfach eine praktikable Umsetzung der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht“, betont auch NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner.

Im Zentrum der Kritik steht die stetig steigende Bürokratie. In unzähligen Bereichen der heimischen Wirtschaft ist die Grenze der Zumutbarkeit erreicht – es braucht einen Kurswechsel. „Wir werden uns noch weiter intensiv für die Rettung unserer Brauchtumsfeste stark machen. Es darf nicht sein, dass wir das gesellschaftliche Leben am Land durch gesetzliche Konstruktionen abschaffen. Wir brauchen rasch praktikable Lösungen und das nicht nur im Bereich der Registrier- und Belegerteilungspflicht“, so Schmuckenschlager abschließend.
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