24.06.2016, 11:29 Uhr

Stadtgemeinde Tulln konzipiert ein virtuelles Museum

"Mit dem virtuellen Museum beschreiten wir ganz neue Wege", sagt Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk. (Foto: Zeiler)

2018 sollen Artefakte von heimatkundlichen Museen im WorldWideWeb für jedermann frei zugänglich sein.

TULLN (red). Mit einem virtuellen Museum möchte die Stadtgemeinde Tulln an der Donau ihre historischen Sammlungen zeitgemäß im WorldWideWeb präsentieren. Zugleich soll dieses Online-Museum als außerschulischer Lernort der Bezirkshaupt- und Schulstadt Tulln fungieren. Als Grund für diese Modernisierung geben die Stadtväter an, dass seit der Schließung der heimatkundlichen Museen oftmals der Wunsch nach einer öffentlichen Präsentation der Ausstellungsstücke an sie herangetragen wurde. Die endgültige Realisierung ist bis 2018 geplant, wobei die komplette Vernetzung des bestehenden musealen Angebots wie Schiele Geburtshaus, Schiele Museum sowie Römermuseum ein wesentliches Ziel darstellt.

Regionalität und Kultur

„Die Niederösterreichische Tourismusstrategie zielt auf Brauchtum, Tradition, Regionalität und Kultur ab. Daher passt dieses Projekt perfekt in unsere Strategie. Diese Art von Kulturvermittlung besitzt einen Mehrwert für Niederösterreich, gilt österreichweit als Modellprojekt und steht auch ganz im Sinne des Bildungsauftrages jeder Stadtgemeinde“, erklärt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.
„Mit dem virtuellen Museum beschreiten wir ganz neue Wege und setzen einen Trend. Es war der Wunsch unsere Objekte aus dem Stadt- und Bezirksmuseum Tulln, die seit der Schließung in den Depots lagern, auch weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Nun müssen Besucher nicht mehr ins Museum kommen, sondern das Museum kommt zu ihnen“, erklärt Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk.

Sonderausstellung für Bürger

Parallel zur Onlinepräsentation wird auch die Geschichte der Stadtgemeinde Tulln aufgearbeitet und in Form einer gedruckten Version aufgelegt. Darüber hinaus werden die derzeit in Museumsdepots verwahrten Objekte in wechselnden Sonderausstellungen allen Bürgern, Schülern und Gästen zugänglich gemacht werden.
Die LEADER Region Donau Niederösterreich-Mitte hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt zur Förderung ausgewählt. Das Land Niederösterreich hat diese Förderung aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung mit Einbindung von EU-Kofinanzierungsmitteln (LEADER) auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.

Hier geht's zum Artikel: Tullns Artefakte im Netz, 1. Juni 2015
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