05.08.2016, 09:41 Uhr

Tief: "Christiane" im Anmarsch

12-stündige Regenmengen in Österreich (04. August 18 Uhr bis 05. August 6 Uhr) (Foto: UBIMET)
BEZIRK TULLN / WIEN / Ö (red). In der vergangenen Nacht fielen in Vorarlberg und in Teilen Nordtirols große Regenmengen. Am meisten kam bislang mit 80 Liter pro Quadratmeter in Dornbirn zusammen, aber auch im Raum Innsbruck summierten sich bereits über 40 Liter auf. Verantwortlich dafür ist die Kaltfront von Tief „Christiane“, die langsam über Österreich zieht. Der kräftige Regen lässt tagsüber im Westen nach, der Schwerpunkt verlagert sich allmählich nach Salzburg, Kärnten und die Steiermark. Dort sind gebietsweise noch bis zu 60 Liter pro Quadratmeter möglich. Zudem gehen hier ein paar teils heftige Gewitter nieder. Am wenigsten Regen fällt im Nordosten.

Große Regenmengen kamen in der Nacht auf Freitag in Vorarlberg und im Tiroler Oberland zusammen: In Dornbirn wurden bereits 80 Liter pro Quadratmeter gemessen. Das entspricht nahezu der halben durchschnittlichen Regenmengen für August. Aber auch in Brand, Sulzberg und Schröcken summierten sich mehr als 60 Liter Regen auf. „Stark geregnet hat es auch in Teilen Tirols“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „An der Innsbrucker Universität schüttete es bis Freitagfrüh 46 Liter pro Quadratmeter und hier waren sogar Blitz und Donner dabei.“ Der Grund für die großen Regenmengen in Westösterreich ist die Kaltfront des Tiefs „Christiane“, die im Laufe des Freitags langsam über ganz Österreich hinweg zieht.

Regenschwerpunkt verlagert sich nach Osten

Im Westen ist der meiste Regen bereits gefallen, in den kommenden Stunden verlagert sich der Schwerpunkt allmählich Richtung Salzburg, Kärnten und die Steiermark. In Summe sind auch hier bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. „Speziell von Oberkärnten bis ins Süd- und Mittelburgenland muss man am Nachmittag außerdem mit kräftigen Gewittern rechnen“, sagt Lukas. Insgesamt nur wenig Regen und Gewitter kommen in Wien, im Nordosten Niederösterreichs und im Nordburgenland an. Dafür macht sich aber zunehmend kräftiger Nordwestwind bemerkbar und somit kühlt es auch hier ab.
In der Nacht auf Samstag klingen der kräftige Regen und letzte Gewitter im Südosten allmählich ab. Tagsüber setzt sich vor allem nach Süden zu mit Hilfe des Nordföhns freundliches Wetter durch. Mehr Wolken mit ein paar Schauern halten sich hingegen entlang und nördlich der Alpen. Mit maximal 18 bis 26 Grad ist es auch im Osten deutlich kühler als zuletzt.

12-stündige Regenmengen (Auswahl, Stand 09:00 Uhr):
80 l/m² Dornbin (V)
70 l/m² Schröcken (V)
60 l/m² Bregenz (V)
48 l/m² Reutte (T)
46 l/m² Innsbruck/Uni (T)

Grafik-/Bildnachweis:
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