09.03.2016, 11:59 Uhr

Tullns Präsidenten packen aus

Die Pose sitzt, die Fahne liegt bereit: Gerhard Feuchtinger vom Club für Bretonische Vorstehhunde ist ein waschechter Präsident.

Die Republik sucht ihr Oberhaupt erst - der Bezirk Tulln hat seine Präsidenten längst gefunden.

BEZIRK TULLN (bt). Am 24. April wählen wir unseren neuen Bundespräsidenten. Überhaupt ist Österreich das Land der Präsidenten. Kleintierzüchter, Hobbykicker bis hin zu Blasmusikanten - alle legen die Führung in die erfahrenen Hände ihrer Präsidenten. Die Bezirksblätter haben die „Präsis" im Bezirk Tulln besucht und sie gefragt, was gute Anführer ausmacht – und wie sie die großen Probleme lösen würden.

Das muss er mitbringen

Visionen, Ruhe, selbst in Krisen, ein klares Ziel vor Augen und eine Schulter, die auch zum Anlehnen da ist - all das muss ein guter Präsident laut Joachim Krammer von der Jägerkompanie Tulln mit sich bringen. Hans Lux vom Yacht-Club Muckendorf meint:" Es ist wichtig kein absoluter Herrscher zu sein. Von Clubmitgliedern kommen immer wieder gute Ideen, die sollte man aufgreifen." Nie mit dem Erreichten zufrieden geben, will sich Gerhard Feuchtinger vom Club für Bretonische Vorstehhunde, einem Rasseclub des Österreichischen Kynologenverbandes.

Das muss er tun

Unsere Tullner Präsidenten sind dafür verantwortlich Ihre Mitglieder zusammenzuhalten und zu motivieren. Norbert Pay vom FC Tulln setzt bei seinen Juniors auf "fördern und fordern". "Man muss Aufgaben geben die sie bewältigen können, die Individualität ausleben lassen und schauen, dass am Ende des Tages alle wissen, dass sie an einem Strang ziehen", so der Präsident. Außerdem achtet er als Mittelschul-Obmann besonders darauf, dass neben dem Sport die Bildung nicht zu kurz kommt. Joachim Krammer führt seinen Soldaten immer wieder ihr oberstes Ziel vor Augen: Die Auftragserfüllung und der Schutz der Bevölkerung. "Außerdem biete ich den Jungs Erlebnisse, die abseits des normalen Zivillebens liegen und ein wenig Windhundflair aufkommen lassen", so der Hasendorfer.

Das will er vermitteln

Welche Werte unsere Präsidenten Ihren Mitgliedern vermitteln wollen? Das Achten auf die Sicherheit steht bei Hans Lux an oberster Stelle. Disziplin, das Eingestehen von Fehlern, Offenheit und 100-Prozentige Verlässlichkeit sind für Krammer die die wichtigsten Werte.

Ich wünsche mir vom Bundespräsidenten

Taten statt lehren Worten will Norbert Pay. Einen "weltoffenen, österreichverliebten und ein wenig patriotischen" Nachfolger, der für die Sicherheit Österreichs und ein starkes Bundesheer eintritt, wünscht sich Joachim Krammer. Auf der Liste von Hans Lux stehen Charisma und das Einhalten der Verfassungsgesetze. Gar keinen Bundespräsidenten bräuchte Gerhard Feuchtinger. "Dieses repräsentative Amt könnte auch ein anderer ausüben."

So könnte man Krisen lösen

Wie der Bundespräsident große Probleme wie den Syrienkonflikt und die Asylkrise lösen könnte, unsere Bezirks-Präsidenten haben klare Vorstellungen. Für Krammer ist eine "Zaun-Hoch-Politik" in Europa eine logische Schlussfolgerung, um die Außengrenzen zu sichern. "Der österreichische Bundespräsident alleine kann das auf keinen Fall lösen, aber wir sollten unser Licht nicht unter den Scheffel stellen", so Norbert Pay. Seiner Meinung nach müssten die Führungspersonen Europas vermehrt mit Putin und Obama zusammenarbeiten. "Gäbe es keinen Krieg mehr, hätten Mütter keine Angst mehr um ihre Kinder und die Menschen müssten nicht mehr flüchten." Europa müsse das "Problem auch an der Wurzel packen" und die betroffenen Länder mit Wasser versorgen und den Menschen erklären wie ein Feld bestellt wird. Auch Gerhard Feuchtinge spricht sich klar für Waffenstillstand und direkte Versorgung im Land aus.
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