21.07.2016, 15:50 Uhr

Übung: Flugretter in Tulln im Einsatz

(Foto: Gasthuber)

Black-Hawk-Staffel und Feuerwehr-Flugdienst: Große Übung auf Gelände der FF Landesfeuerwehrschule in Tulln.

TULLN (red). Die Black-Hawk-Staffel des Bundesheeres übt mit dem Flugdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes jährlich die Rettung von eingeschlossenen Personen oder auch die Bekämpfung von Waldbränden aus der Luft. Diese Woche waren die Einheiten am Gelände der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln zu Gast. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Ausbildungsstätte verfügt über modernste Trainingsmöglichkeiten.

Übungsannahmen:
Nach einem verheerenden Hochwasser sind mehrere Personen in einem Einfamilienhaus eingeschlossen und müssen aus einer engen Dachluke ausgeflogen werden und mehrere Bewohner einer großen Wohnhausanlage flüchten auf das Dach, wo sie von den Flugrettern mit Hilfe einer Seilwinde in den schwebenden Black-Hawk gezogen werden.

Kleinster Fehler wird zur Katastrophe

Derartige Einsätze sind höchst gefährlich, deshalb müssen sich Hubschraubercrew, Flugretter und die Männer des Feuerwehrflugdienstes blind aufeinander verlassen können. Jeder Handgriff muss sitzen, der kleinste Fehler kann zur Katastrophe führen. Die fliegenden Rettungsteams von Bundesheer und Feuerwehr (ähnliche Szenarien werden jedes Jahr auch mit dem Flugdienst der Polizei geübt) sind vor allem bei Waldbränden gefordert, kommen aber auch bei jedem Hochwasser zum Einsatz.
NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger: "Diese Teams sind oft die letzte Rettung für Menschen in großer Lebensgefahr. Wenn derartige Einsatzszenarien nicht trainiert werden dürfen, wird man zu derart gefährlichen Rettungseinsätzen auch nicht mehr aufsteigen können. Die Anzeigen wegen erhöhter Lärmbelastung sind uns auch deshalb völlig unverständlich, da die Übungen wochentags während der Arbeitszeit angesetzt wurden. Um eben so wenig Menschen wie möglich durch die Hubschrauberflüge zu belasten."
Übrigens: Die Übungsflüge wurde so angesetzt, dass weder die Abend- noch Wochenendruhe gestört wird. Geflogen wurde diese Woche von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 13 bis 14.30 Uhr.

Zur Sache:
In Niederösterreich verügt der Feuerwehrflugdienst über vier Stützpunkte und zwar in Tulln, Dobersberg, Wiener Neustadt und Amstetten. Einsatzstärke: 106 Mann, die binnen kürzester Zeit abrufbar sind.
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