04.08.2016, 08:21 Uhr

Wetter: Auf Blitz-Juli folgt ruhiger August

Blitze in Österreich im Juli (Foto: UBIMET)
BEZIRK TULLN / WIEN (red). Der Juli geht als blitzreicher Monat in die Statistik ein. Das Blitzmessnetz von UBIMET registrierte österreichweit 667.800 Blitze und damit um ein Drittel mehr als im selben Monat des Vorjahres. Auch der letzte Julitag brachte gebietsweise wieder heftige Gewitter: Vor allem in Kärnten, der Steiermark und in Niederösterreich sorgten starker Regen, Sturm und lokal auch Hagel neuerlich für Schäden. Zudem gab es knapp 37.000 Blitzentladungen. Mit den schweren Gewittern ist es nun vorerst vorbei, die ersten Tage im August bringen weitgehend ruhiges und zunehmend heißes Sommerwetter.

Der Juli bildete den bisherigen Höhepunkt der diesjährigen Gewittersaison. In ganz Österreich wurden bis zum Monatsletzten 667.800 Blitze registriert. „Mit knapp 210.000 Entladungen entfallen alleine zwei Drittel auf die Steiermark, gefolgt von Niederösterreich mit 119.000 Blitzen“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Die Steiermark war mit knapp 13 Blitzen pro Quadratkilometer auch bezogen auf die Fläche das mit Abstand blitzreichste Bundesland.“ Am insgesamt seltensten blitzte es mit 996 Entladungen in Wien.
Vergleicht man den Juli 2016 mit dem Vorjahr, dann wurden heuer nicht nur um ein Drittel mehr Blitze registriert sondern gerade einmal 90.000 Blitze weniger, als im Jahr 2015 insgesamt. „Überraschend ist das allerdings nicht, da der vorherige Sommer vor allem in den normalerweise blitzreichen Bundesländern Steiermark und Niederösterreich ausgesprochen gewitterarm war“, sagt Lukas.

Juli verabschiedet sich mit 37.000 Blitzen

Von den 667.800 Blitzen entfallen knapp 37.000 auf den letzten Julitag: Wieder sorgten teils heftige Gewitter vor allem in Kärnten, der Steiermark und in Niederösterreich für Schäden. Neben kurzzeitigem, wolkenbruchartigem Regen gab es lokal auch Hagel und Sturmböen. „In Hohenau an der March wurde sogar eine Orkanböe mit 119 Kilometer pro Stunde gemessen“, sagt Lukas. „Dazu schüttete es 30 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit.“ Die mit Abstand meisten Blitze gab es einmal mehr in der Steiermark, allein hier wurden 19.542 Blitze registriert.

Die ersten Augusttage verlaufen ruhig

Der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bringen in weiten Landesteilen ruhiges Sommerwetter und auch die Temperaturen legen allmählich wieder deutlich zu. Ganz ungetrübt ist es allerdings nicht, da sich immer wieder dichte Wolkenfelder bemerkbar machen. Die Temperaturen legen dennoch Tag für Tag zu und erreichen am Donnerstag schon bis zu 33 Grad. Die nächsten heftigen Gewitter kündigen sich landesweit erst am Freitag mit einer Kaltfront aus Westen an.

Blitze im Juli 2016:

Anzahl der Blitze Bundesland Blitze pro Quadratkilometer

209.131 Steiermark 12,76
118.991 Niederösterreich 6,2
89.290 Oberösterreich 7,5
82.056 Kärnten 8,6
68.030 Tirol 5,4
60.614 Salzburg 8,5
26.512 Burgenland 6,7
12.180 Vorarlberg 4,7
996 Wien 2,4
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