04.07.2016, 11:22 Uhr

TAEKWONDO - DAN und KUP Prüfung - 43 Prüflinge sind angetreten, Dragan Paunovic besteht 4. DAN, Mohamed „Chilli“ Saidi den 1. DAN

v.l.n.r knieend: Asya Dagdelen, Valerio Zoccola, Anika Gruber, Amar Kahrimanovic, Christoph Floh, Nehir Kayhan, Noreena Katholitzky, Salma Saidi, Manuela Nagl-Hätinger, Tamino Katholitzky v.l.n.r stehend: Chiara Zoccola, Fatjon Kabashi, Erich Kreuzinger, Maximilian Rauch, Anna Doschek, Carola Haider, Andreea-Maria Cotoara, Miralem Zejcirovic, Victoria Nagl, Julia Varivoda, Laura Niksic, Margit Angela Danek, Alen Hozanovic, Laura Müller, Ramazan Kayhan, Nelly Carmann, Noah Morbitzer, Tibor Czabany, Julia Nag
Kurz vor den Sommerferien herrschte wieder großer Andrang bei der Gürtelprüfung des Taekwondo Club Tangun Tulln. 43 Sportler waren angetreten um die nächsthöhere Graduierung zu erreichen.

Vereinsobmann und Großmeister Dietmar Brandl, 6. DAN, hatte einen langen Tag vor sich, denn die 43 Prüflinge traten verteilt in 10 Gruppen an. Jede davon musste entsprechend der Prüfungsordnung des Österr. Taekwondo Verbandes ihr Können in den fünf Taekwondo Disziplinen darbieten.

Speziell die Formen – POOMSAE – bei denen jeder Schritt, jede Technik sowie deren Ausholbewegung und Einrastpunkt genau vorgegeben sind, bilden einen wichtigen Punkt. Über deren philosophische Bedeutung werden die Prüflinge auch noch im Theorieteil befragt.

Beim KIBON – der Grundtechnik wurden vor allem die Schrittstellungen und die einzelnen Hand- und Fußtechniken je Gürtelgrad überprüft. Bei den Höheren Graduierungen ab dem 6. KUP sind hierbei auch schon etliche Kombinationen darzubieten.

Mit den Einschrittkämpfen – HANBON KYORUGI – folgen die ersten Partnerübungen. Dies sind eine Vorbereitung sowohl auf den Vollkontaktkampf – KYORUGI – als auch die Selbstverteidigung – HOSINSUL. Bei den unteren Gürtelgraden stehen bei der Selbstverteidigung vor allem die Roll- und Fallschule auf dem Programm. Während die Weißgürtel diese noch auf Matten vorzeigen, müssen die Gelbgürtel dies bereits ohne Matte auf dem Parkett des Turnsaales absolvieren.

Im KYORUGI – dem KAMPF arbeiten die weiß bis grün Gürtel noch ohne Kontakt, die Prüflinge ab dem blauen Gürtel sind hierbei bereits in voller Schutzausrüstung anzutreffen. Dabei zählt beim Prüfungskampf nicht der endgültige Gewinner nach Punkten, sondern der Beweis des Schülers, dass er korrekte Treffer bei seinem Partner landen kann, und die nötige Stepptechnik und Distanz dafür beherrscht.

Die Präzision einer Technik wird dann in der Königsdisziplin dem Bruchtest – KYOKPA unter Beweis gestellt. Natürlich müssen die nieder Graduierten bis zum zweiten grünen Gürtel noch kein Brett zerschlagen. Diese Taekwondoins zeigen ihr Können auf Schlagpolstern. Sogenannten Pratzen.
Ab dem 6. KUP, also dem ersten blauen Gürtel, geht es dann schon ans Eingemachte.
Die Anwärter auf diesen Gürtelgrad haben als technischen Abschluss ihrer Prüfung ein Fichtenholzbrett 30 x 30 cm mit einer Stärke von 1,5 cm bei Kindern, bzw. 2 cm bei Jugendlichen und 3 cm bei Erwachsenen, mit dem Basiskick Ap-Chagi, einem gerade nach vorne verlaufenden Schnappkick auf Kopfhöhe zu brechen.

Je höher die Graduierung umso schwieriger wird natürlich auch die geforderte Technik.

1. DAN für Mohamed „Chilli“ Saidi und 4. DAN für Dragan Paunovic

Nach über sieben Stunden Prüfung der Schülergrade, bei denen diesmal leider nicht alle den Erwartungen entsprochen haben, und daher nicht alle die nächste Gürtelstufe erreichten, konnte sich Großmeister Dietmar Brandl, der rund einstündigen Prüfung der beiden DAN-Aspiranten widmen.

Angetreten waren einerseits Mohamed „Chilli“ Saidi, der dem Tangun Tulln als beliebter Wettkampftrainer und Coach der Tullner Leistungssportler vorsteht, und andererseits Dragan Paunovic, der im letzten Halbjahr über 100 Tullnerinnen und Tullner bei den Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs Seminaren des Tangun Tulln geschult hat.

Auch für die beiden erfahrenen Trainer hieß es alle fünf Teilbereiche des Taekwondo zu absolvieren. Natürlich mit weitaus komplexeren Techniken und höheren Formen.
Mohamed Saidi, hatte neben der ersten Meisterform Koryo (Korea, der Gelehrte) noch drei Schülerformen zu zeigen. Bei Dragan Paunovic setzte sich die Poomsae Prüfung aus seiner Pflichtform für den 4. DAN der Poomsae Pyongwon (Erde - aus der alles Erwächst) und einer weiteren DAN und zwei Schülerformen zusammen.

Im Hosinsul, der Selbstverteidigung hatten beide zehn rasche Aktionen vom angreifenden Gegner abzuwehren, und den Angreifer dabei unter Kontrolle zu bringen.

Bei der folgenden Grundtechnik Überprüfung wurden beide Sportler an die Grenzen Ihrer Kondition herangeführt. Entsprechend der angestrebten Meister-Graduierung hatten sie die diversen mehrfach Kick Kombinationen aus wechselnden Stellungen und mit mindestens einer Sprungtechnik zu zeigen.
Dazu gesellte sich die kraftraubende Übung den gestreckten Seitwärtskick – YOP-CHAGI- mindestens 30 Sekunden in Kopfhöhe zu halten.

Auch für die beiden DAN-Prüflinge bildete der KYOKPA – Bruchtest den technischen Abschluss der Prüfung. Für den 1. DAN zeigte Mohamed „Chilli“ Saidi dabei einen Sonal-Mok-Chigi, also einen Handkantenschlag, der das 3 cm Brett einwandfrei brach. Als Fußtechnik verlangte GM Dietmar Brandl einen Mom-Dolyo-Chagi, also einen 360° Drehkick bei dem die Ferse auf Kopfhöhe das Brett einwandfrei brach.

Dragan Paunovic zeigte für seinen 4. DAN zwei Fuß und zwei Handtechniken. Bei den Fußtechniken brach er das erste Brett mit einem Hammerfußschlag – Naryo Chagi- auf Kopfhöhe. Bei der zeiten Fußtechnik zertrümmerte er das 3 cm Brett mit einem gesprungenen Rückwertstritt – Dwit-Chagi.
Bei der ersten Handtechnik knackte Dragan sein Brett mit einem geraden Fauststoß problemlos.
Die meiste Konzentration verlangte ihm aber die letzte vom Prüfer geforderte Handtechnik ab. Ein Handkantenschlag auf das frei gehaltene 3 cm Brett. Hierbei wird das 30 x 30 cm Fichtenbrett nur mit einer Hand gehalten und liegt ansonsten lose am Unterarm des Haltenden an.
Dragan Paunovic schaffte auch diesen Bruchtest exzelent. Der obere Teil des Brettes wurde dabei durch den halben Turnsaal geschleudert.

Nach der schweißtreibenden körperlichen Prüfung war die theoretische Prüfung für beide Trainer dank ihrer guten Vorbereitung und Ausbildung wie ein Spaziergang.

Mit sehr persönlichen Worten gratulierte Prüfer Dietmar Brandl beiden Sportlern zum erreichten DAN-Grad und überreichte als kleines Geschenk einen DAN-DOBOK (Trainingsgewand der Meister).
„Die Bestande DAN-Prüfung wird nun im Kukkiown der koreanischen Zentrale für die DAN-Graduierungen, eingetragen. Die Urkunden werden dann in einigen Wochen bei uns eintreffen.“

Bestanden haben:

10. KUP (erster gelber Gürtel)
Aykut CABUK
Andreea-Maria COTOARA
Chritoph FLOH
Anika GRUBER
Carola HAIDER
Ramazan KAYHAN
Victoria NAGL
Chiara ZOCCOLA
Valerio ZOCCOLA

9. KUP (zweiter gelber Gürtel)

Asya DAGDELEN
Amar KAHRIMANOVIC
Nehir KAYHAN
Maximilian RAUCH


8. KUP (erster grüner Gürtel)

Nelly CARMANN
Efe KAYHAN
Erich KREUZINGER
Miralem ZEJCIROVIC

6. KUP (erster blauer Gürtel)

Anna DOSCHEK
Bernd KIENER

5. KUP (zweiter blauer Gürtel)

Fatjon KABASHI



4. KUP (erster brauner Gürtel)

Laura NIKSIC

3. KUP (zweiter brauner Gürtel)

Magda BRANDL
Oliver DANEK
Tamino KATHOLITZKY
Erwin KATHOLITZKY
Boban PEJCIC
Nicolas WALZL
Max WEINELT

2. KUP (erster roter Gürtel)

Noah MORBITZER
Maxime PAUNOVIC
Naomi PAUNOVIC

1. KUP (zweiter roter Gürtel, letzter vor der DAN Prüfung)

Margit Angela DANEK
Filip STÖBERL

1. DAN (erster Meistergrad)

Mohamed (Chilli) SAIDI

4. DAN (vierter Meistergrad)

Dragan Paunovic
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