21.07.2016, 06:10 Uhr

Ökologische Pflege in Leader-Region

(Foto: Stadtgemeinde Tulln)

Ambitioniertes Ziel: Region Donau NÖ-Mitte möchte die erste ökologisch gepflegte Region in NÖ werden.

BEZIRK TULLN (red). Die aus 32 Gemeinden bestehende LEADER-Region Donau NÖ-Mitte mit ihrem Hauptort Tulln ist ein beliebter Naherholungsraum im Städtedreieck St. Pölten – Krems – Wien. Die Attraktivität ist nicht zuletzt vom Zustand der öffentlichen Grünräume abhängig, deren Pflege und Gestaltung sich immer mehr von Ehrenamtlichen zu den Gemeinde-Bauhöfen verlagert, die darauf aber nicht eingestellt sind.

Bewusstsein verfestigen

„Um den Grünraum-Pflegeaufwand der Gemeinden künftig ökologischer und trotzdem möglichst gering zu halten und bei Jung und Alt ein ökologisches Bewusstsein zu verfestigen, haben wir in der letzten LEADER-Sitzung das Projekt „Ökologische Gestaltung und Pflege von öffentlichen Grünräumen“ beschlossen, gibt Obmann Redl bekannt und ergänzt: „wir wollen damit die 1. Ökologische Garten- und Grünraumregion in NÖ werden.“
Projektinhalte sind ökologische Gestaltungs- & Pflegeberatung für Gemeinden & Ehrenamtliche, die Gemeinde übergreifende Anschaffung von Spezialgeräten, Masterpläne für öffentliche Lehrgärten und Grünraum-Referenzflächen sowie Bewusstseinsbildung für Jung und Alt. Wichtige Impulse erwartet man sich dabei auch von der Kooperation mit den lokalen Partnern „Natur im Garten“ und „Die Garten Tulln“ sowie mit einer Partner-LEADER-Region in Sachsen-Anhalt. Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und gemeinsam entwickelte ökopädagogische Programme stehen dabei im Vordergrund.

Tulln ist beispielgebend

In diesem Projekt sind die Bedarfserhebungsergebnisse einer regionalen Arbeitsgruppe zusammengefasst, die vom ehemaligen „Natur im Garten“ - Chef, Landesrat und nunmehrigen Innenminister Wolfgang Sobotka Ende 2015 einberufen wurde. Beispielgebend ist dabei die Stadt Tulln, die sich mit Gartenbaumesse, GARTEN TULLN, „Natur im Garten“ und vielen Gartenbaubetrieben mittlerweile als Gartenstadt etabliert hat. Bereits vor Jahren hat sie ihre Grünflächen auf ökologische Gestaltung und Pflege umgestellt. Zwischen Herbst 2016 und Herbst 2019 wird dieser „Same“ auf die gesamte LEADER-Region ausgebreitet. Mit einem Budget von rund € 540.000,- will man Vorbild für die Ökologisierung von öffentlichen Grünräumen in Europa sein und zum Erhalt der Artenvielfalt sowie zum Natur- & Umweltschutz einen Beitrag leisten, erläutert LEADER-Manager Franz Mitterhofer. Schließlich ist man überzeugt, dass ein gepflegtes Umfeld auch den sanften Tourismus vorantreiben wird.

Zur Sache:
Die LEADER-Region möchte sich mit folgenden Zielen als ökologische Garten- & Grünraum-Region etablieren:
Flächendeckende Umsetzung pestizidfreier öffentlicher Grünräume
Schutz und Pflege erhaltenswerter Bäume im öffentlichen Bereich
Ökologische Gestaltung und Pflege auf Lehrflächen und deren regionalen Referenzflächen
Bewusstseins-Stärkung für Ökologie und Umwelt im Garten- und Grünraumbereich bei Ehrenamtlichen und Mitarbeiter/Innen im öffentlichen Grünraummanagement
Sensibilisierung von Kindern & Jugendlichen – Schaffung von Garten- und Ökologie-Bewusstsein bereits bei den Jüngsten
Von der Anderen lernen – Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projektentwicklung mit den transnationalen Kooperationspartnern aus Sachsen Anhalt
Sammlung und Verarbeitung von (Wild-)Früchten aus öffentlichen Flächen
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