31.03.2016, 08:36 Uhr

OÖ. Goldhauben spenden 75.000 Euro

Vertreterinnen der OÖ. Goldhaubenfrauen mit Obfrau LAbg. Martina Pühringer (1. Reihe, 3. v. r.), LH Josef Pühringer, Präsident Helmut Kutin, SOS-Kinderdorf (1. Reihe, 3. v. l.) (Foto: Land OÖ/Kraml)
Die OÖ. Goldhaubenfrauen sind eine wesentliche Säule gelebter Volkskultur in Oberösterreich. Sie bereichern mit der Vielfalt ihrer Arbeit – von der Erneuerung der Tracht bis zur Brauchtumspflege – das kulturelle Leben in den Regionen und Gemeinden des Landes, übernehmen dazu aber auch im sozial-caritativen Bereich Verantwortung. Insgesamt haben die OÖ. Goldhaubenfrauen 2015 785.000 Euro landesweit für unterschiedliche soziale und caritative Anliegen gespendet, 75.000 Euro davon für SOS-Kinderdorf in Nepal. Kürzlich fand im Linzer Landhaus die Spendenübergabe statt. In Anwesenheit von Landeshauptmann Josef Pühringer übergab die Landesobfrau der OÖ. Goldhaubengemeinschaft, Landtagsabgeordnete Martina Pühringer, die Spende an den Präsidenten von SOS-Kinderdorf, Helmut Kutin.

Wirksame Hilfe für eines der ärmsten Länder der Welt

Die 75.000 Euro der oberösterreichischen Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppen fließen in die Arbeit von SOS-Kinderdorf in Nepal. Die Organisation ist mittlerweile an zehn Standorten mit unterschiedlichen Programmen für Kinder, Jugendliche und Familien tätig. Nepal ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Die Menschen leiden unter politischen Unruhen, bewaffneten Konflikten, kulturellen Differenzen, fehlenden Strukturen, mangelndem Zugang zu Bildung und hoher Arbeitslosigkeit. Hinzu kommen schlechte Gesundheits- und Hygienebedingungen.

Das Erdbeben von 2015 hat das ohnehin schon arme Land mehr als erschüttert. Laut UN wurden 8 Mio. Menschen von der Katastrophe betroffen. Die Lage der Kinder hat sich weiter extrem verschlechtert. Durch seine Präsenz mit mehr als 800 Mitarbeiter vor Ort konnte SOS-Kinderdorf 15.000 Menschen sofort mit Nothilfemaßnahmen helfen: in 25 „Child Care Spaces“ wurden tausende Kinder betreut, während ihre Eltern versuchten, die Schäden des Bebens zu reparieren. Hunderte Familien wurden mit „Home in a Box“-Paketen für einen Neustart versorgt. 37 elternlose Kinder fanden in SOS-Kinderdörfern ein neues Zuhause. Verwandte von 53 Kindern, die deren elterliche Verantwortung übernahmen, bekommen bis heute finanzielle Unterstützung. Beinahe 800 Familien erhielten Zuschüsse für den Wiederaufbau ihrer Häuser oder finanzielle Hilfe, um ihre Grundbedürfnisse decken zu können. Über 3.000 Kinder wurden mit  Bildungspaketen – Heften, Stiften, Zahnbürsten, Zahnpasta, Haaröl, Handtüchern und Schultaschen – ausgestattet. Für 1.421 Schüler übernahm SOS-Kinderdorf das Schulgeld. Zwölf staatliche Schulen werden derzeit von SOS-Kinderdorf saniert oder wiederaufgebaut.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.