18.05.2016, 09:36 Uhr

800 Personen im Auftrag für die Umwelt

Ortsbauernschaft, Volksschüler, Fußballverein und Asylwerber sammelten in Oberneukirchen Müll. (Foto: BAV)

Zwölf Gemeinden sammelten dieses Jahr bei Flurreinigungsaktionen mehr als zwei Tonnen Müll.

BEZIRK (vom). 300 gefüllte Sammelsäcke, 50 Kilo Alteisen, 25 Altreifen, 200 Kilo Altholz und 15 Kilo Eternit – das ist das Ergebnis der diesjährigen Flurreinigungsaktionen im Bezirk.
Trotz gut funktionierender Altstoffsammlung kommt es immer wieder zu großen Verschmutzungen in der Landschaft. Ungewöhnliche Funde wie Möbel, Autoreifen und Alteisen sind keine Seltenheit. Zwölf Gemeinden aus dem Bezirk haben es sich daher dieses Jahr wieder zur Aufgabe gemacht, Flurreinigungen zu veranstalten. "Manche Gemeinden organisieren jährlich Säuberungsaktionen, manche alle zwei Jahre. Meist sind es aber zwischen 16 und 18 Gemeinden im Bezirk, die diese Aktion gemeinsam mit dem Bezirksabfallverband starten", so Sonja Punzenberger vom Bezirksabfallverband Urfahr-Umgebung. Dieser stellt für die Aktion Sammelsäcke, Handschuhe sowie Plakate und Inseratvorlagen zur Verfügung und organisiert die Abholung und Entsorgung der Abfälle.
Insgesamt haben sich diesen Frühling mehr als 800 Personen für die Umwelt eingesetzt und Müll gesammelt. "76 Helfer aus elf Vereinen sowie die aufgenommenen Flüchtlinge sammelten im April 790 Kilo Müll. Darunter auch sieben Autoreifen, einer sogar mit Felge", weiß Katrin Birngruber von der Gemeinde Reichenthal.
In Lichtenberg wird nicht nur einmal im Jahr auf die Umwelt geachtet. "Wir haben Freiwillige, die das ganze Jahr über Müll neben den Wanderwegen sammeln. Einmal im Jahr führen wir aber gemeinsam mit verschiedenen Vereinen eine größere Flurreinigung durch. Selbst die Krabbelstube mit den jüngsten Gemeindebürgern beteiligte sich dieses Jahr an der Aktion", so Daniela Durstberger, Bürgermeisterin in Lichtenberg.

Große Gefahr für Tiere
Zurückgelassener Müll schadet nicht nur Pflanzen und Boden, auch für die Wildtiere ist er eine große Gefahr. "Netze und Schnüre sind besonders gefährlich, da sich Tiere leicht verfangen und sich selbst nicht mehr befreien können. Aber auch Dosen verleiten oft Füchse, Igel und andere Wildtiere dazu, ihre Schnauzen hinein zu stecken, wobei sie sich leicht verletzen können", sagt Franz Burner, Bezirksjägermeister von Urfahr-Umgebung.
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