28.09.2016, 20:00 Uhr

Goldwörth steht ohne Nahversorger da

Maria und Franz Madlmayr schließen den Nahversorger im eigenen Haus in Goldwörth für immer. (Foto: BRS/Mair)

Der Nah&Frisch-Markt Madlmayr hat am Feitag das letzte Mal geöffnet.

GOLDWÖRTH (fog). Am Freitag, 30. September verabschiedet sich Kaufmann Franz Madlmayr in die Pension. "Das ist eine emotionale Sache", so der 66-Jährige, der das Geschäft – ein Familienbetrieb seit mehr als 100 Jahren – im zarten Alter von 19 Jahren übernommen hatte. Gemeinsam mit seiner Frau Maria, die auch schon im Pensionsalter ist, hat er das Geschäft geführt. "Ein Jahr lang haben wir nach einem möglichen Nachfolger gesucht, aber leider keinen gefunden." Seit dem Hochwasser von 2013, bei dem auch der Nahversorger überflutet wurde, wäre das Geschäft nicht mehr so gut gelaufen wie davor. "Viele siedeln ab. Zirka 30 Haushalte fehlen jetzt schon, das sind auch etwa 100 Personen weniger", erzählt Franz Madlmayr.

Postpartner fünf Kilometer entfernt

Der Goldwörther Amtsleiter Hubert Pommermayr bedauert, so wie viele in der Gemeinde, das Aus des Betriebs: "Es tut uns allen leid." Die Gemeinde bemühte sich auch, einen Nachfolger zu finden. Mit dem Gemeindeamt Goldwörth als Postpartner hat es ebenso nicht geklappt. "Die Öffnungszeiten wären nicht das Problem gewesen, aber wir hätten Personal aufstocken müssen." Die nächsten Poststellen sind der Postpartner neben dem Gemeindeamt Feldkirchen, der fünf Kilometer weit von Goldwörth entfernt ist und das Postamt Ottensheim, das sechs Kilometer entfernt ist.
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