24.08.2016, 18:00 Uhr

Neues Containerdorf in Ottensheim sehr wahrscheinlich

Der Bezirkshauptmann und die Caritas sprechen sich für Verbleib der Flüchtlinge in Ottensheim aus.

OTTENSHEIM (fog). Derzeit suchen Bezirkshauptmann Paul Gruber und Bürgermeister Franz Füreder (ÖVP) nach einem Ersatzstandort für die 75 Flüchtlinge, die im Containerdorf in der Ex-Straßenmeisterei in Höflein wohnen. Bis Ende 2016 dürfen die Asylwerber hier bleiben, dann möchte die LAWOG Wohnbauten errichten lassen.

Caritas für Container
Für eine Containerlösung können sich weder der Bezirkshauptmann noch Ottensheimer Gemeindepolitiker begeistern. "Ein Containerdorf ist keine Dauerlösung, weil die Wohnqualität mangelhaft ist", sagt der Ortschef. Füreder als auch Vizebürgermeister Klaus Hagenauer (proO) klären derzeit ab, ob nicht leerstehende Wohnungen zur Verfügung stehen. "Bei einem neuen Containerstandort müsste die gesamte Infrastruktur wieder eingerichtet werden. Das ist keine gute Idee", sagt Hagenauer. Franz Bauer (SPÖ) hält eine Verlegung in eine andere Gemeinde für besser: "Angeblich gibt es 1200 freie Plätze in OÖ." Für den Verbleib der Flüchtlinge in Ottensheim sprach sich Bezirkshauptmann Gruber aus, weil "die Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen in Ottensheim sehr gut ist". Auch der leitende Flüchtlingsbetreuer (Mühlviertel-Mitte) Wolfgang Harant sieht das so und fügt hinzu, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die gute Infrastruktur und die Nähe zu Linz für Ottensheim sprechen würden.

Harant: "Da die Container erst im Jahr 2015 angeschafft wurden, ist es für uns klar, dass diese auch weiter genutzt werden sollten. Eine Holzhauslösung, wie etwa jene in Feldkirchen, steht nicht zur Debatte." Die Container befinden sich im Eigentum des Bundesministeriums. Über die Nutzungskonditionen seien Gespräche im Laufen, aber es gebe keinen automatischen Eigentumsübergang. Harant fügt hinzu: "Die Wohnqualität in den Containern hat sich bewährt und es gelten dieselben Mindeststandards wie für herkömmliche Unterkünfte. Was sich gezeigt hat ist, dass die Unterbringung in Containern schwer die Bedürfnisse von Familien berücksichtigen kann und sich diese Wohnform für Einzelpersonen eignet. Generell muss man sagen, dass die Container in einer Notsituation geschaffen wurden und es für alle Beteiligten neu war. Vieles würde man wohl jetzt so nicht mehr lösen."
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