26.07.2016, 13:49 Uhr

Platzregen sorgte für zahlreiche Überschwemmungen

Der Bauhof in Langwiesen stand 40 Zentimeter unter Wasser. (Foto: FF Schweinbach)

Am Montagnachmittag sorgte ein starkes Unwetter für zahlreiche Einsätze in Engerwitzdorf.

ENGERWITZDORF. ENGERWITZDORF (vom). Gegen 14.45 Uhr entwickelten sich die Regenfälle in Schweinbach, Langwiesen, Klendorf und Bach zu einem Starkregen. Ein regelrechter Wolkenbruch ging über Engerwitzdorf nieder. "Um 15.04 Uhr wurden wir zum ersten Einsatz alarmiert. Zahlreiche Häuser wurden in kurzer Zeit wegen der Regenmenge überflutet", so Christian Bötig, Kommandant der FF Schweinbach. Insgesamt waren vier Feuerwehren mit mehr als 80 Helfern bis etwa 20 Uhr im Einsatz.

Notfallplan für Hochwasser

Besonders die Ortschaften Klendorf und Wolfing waren betroffen. Der Klenbach trat dort über die Ufer und überflutete die Firma Solarier und die benachbarten Wohnhäuser. "Wir haben bereits einen Notfallplan für solche Situationen. Durch extra angebrachte Halterungen an den Mauern können wir Bretter und Sandsäcke befestigen. Diese liegen in einem Schrank bereit und sind binnen zehn Minuten aufgebaut. Da aber der Bach hinter dem Haus und der Kanal vor dem Haus stark übertraten, wurde unsere Lagerhalle trotzdem geflutet", sagt Solarier-Geschäftsführer Clemens Horacek. Die Feuerwehr war auch hier schnell vor Ort und pumpte die Halle aus. "Nach einiger Zeit war die Halle vom Wasser befreit. Danach mussten wir noch drei Stunden Schlamm schaufeln", so Horacek. Das Bürogebäude blieb durch diesen Notfallplan aber trocken.

Bauhof 40 Zentimeter unter Wasser

In Langwiesen stand der Bauhof 40 Zentimeter unter Wasser. "Die Sandsäcke der Gemeinde waren im Bauhof gelagert. Da dieser aber selbst betroffen war, alarmierten wir die Feuerwehr Lachstatt, die eine Sandsackfüllmaschine besitzt", erklärt Bürgermeister Herbert Fürst, der selbst im Einsatz mit der Feuerwehr Schweinbach war. Da einige Straßen durch Murenabgänge nicht mehr befahrbar waren, mussten umfangreiche Straßensperren errichtet und Lotsen gestellt werden. Im Feuerwehrhaus Schweinbach wurde ein kleiner Krisenstab eingerichtet. "Nach sechs Stunden konnte eine Vielzahl der Einsätze abgeschlossen werden. Sehr lobenswert ist auch, dass die Nachbarn der Betroffenen bei den Säuberungsarbeiten mitangepackt haben", so der Bürgermeister.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.