23.03.2016, 15:18 Uhr

"Linz zahlt zu wenig für die Ruder-WM"

Franz Bauer (SPÖ) ist der Ansicht, dass Ottensheim einen zu hohen Betrag für die Ruder-WM auslegen muss.

Franz Bauer (SPÖ) will Umbenennung auf "Ruder WM Ottensheim-Linz" nicht "Linz-Ottensheim".

OTTENSHEIM (fog). Die Ruder-WM Linz-Ottensheim ist zwar erst im Jahr 2019, aber die Vorbereitungen haben längst begonnen. Ottensheim hat im Vorjahr einen finanziellen Rahmen von 300.000 Euro beschlossen. Damals schien nicht klar gewesen zu sein, dass die 300.000 zur Gänze in das Organisationsteam des Regattaverbands fließen werden.
Das nötige Verkehrskonzept ist darin noch nicht enthalten. Ottensheim rechnet mit zusätzlich 200.000 Euro. Denn neuralgische Stellen, wie der Kreisverkehr Hostauerstraße/Doktor-Nikolaus-Ambosstraße oder die Bahnhofstraße waren schon bei anderen Großevents überlastet. Diskutiert wird eine eigene fixe Zufahrt bei der B131 im Bereich Rodlhof oder als Übergangslösung eine Einbahnstraße durch das Zentrum. Der Gemeinderat geht Anfang April wegen dem Verkehrsthema in Klausur.

Kritik von Franz Bauer
Weil aber Ottensheim damit den größeren Teil der Kosten trägt als die Stadt Linz, welche 200.000 Euro zahlt, wil Franz Bauer (SPÖ Ottensheim), "dass es Ruder-WM Ottensheim-Linz und nicht Linz-Ottensheim heißt". Er fügt hinzu: "Es ist nicht einzusehen, dass Ottensheim soviel leisten muss, weil die Regattastrecke eine Landeseinrichtung ist." Der Bund und das Land OÖ zahlen bereits jeweils 3,5 Millionen Euro, daher muss "Linz nochmals tiefer in die Tasche greifen", meint Bauer. Denn Linz habe die größeren Vorteile durch die WM, weil Ottensheim kaum Beherbergungsbetriebe und Gastronomie bieten kann.
Auch Bürgermeister Franz Füreder (ÖVP) betont: "Die Aufteilung der Kosten ist falsch". Horst Anselm, der Chef des Organisationskomitees der WM, kritisiert vor allem die SPÖ Ottensheim: "Da wird politisches Kleingeld gewaschen." Die zuständige Linzer Sportstadträtin Karin Hörzing (SPÖ) sagt, dass "die längerfristigen Vorteile sicher bei Ottensheim liegen, weil die ganze Sportstätte adaptiert wird". Zudem solle sich Ottensheim an die Vereinbarung halten, so Hörzing.
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