16.06.2016, 14:17 Uhr

Fußball Unterhaus: Rottenegg, Herzogsdorf und Walding kritisieren Verband

Das letzte Heimspiel des SC Rottenegg gegen Stroheim in der Saison 2015/16 in der 2. Klasse Mitte-Ost. (Foto: SC Rottenegg)

Ein paar Urfahraner Unterhaus-Fußballvereine hoffen auf eine für sie bessere Ligaeinteilung.

BEZIRK (fog). Sportlich gesehen ist es dem SC Rottenegg (Gemeinde St. Gotthard) schon einmal besser gegangen. Aber auch bei der Ligaeinteilung des OÖ Fußballverbands zog der Verein zuletzt den Kürzeren.
In der 2. Klasse Mitte-Ost ist der Tabellenletzte der einzige Verein nördlich der Donau und spielte gegen Gegner, die teilweise mehr als 50 Kilometer entfernt sind – wie etwa Edt bei Lambach mit 55 Kilometern. "Der Sinn der 2. Klasse ist dadurch nicht erfüllt. Da sollten Nachbardörfer gegeneinander spielen", meint Sektionsleiter und Trainer Markus Rauschmayr vom SC Rottenegg. Ohne Derbys kommen kaum Zuschauer. "Wir können teilweise nicht einmal den Schiedsrichter mit den Eintrittsgeldern bezahlen." Insbesondere für kleine Vereine, wie Rottenegg, kann das zum Problem werden, weil die Infrastruktur auf den Fußballplätzen trotzdem erhalten werden muss.

Darüber hinaus werde es schwieriger, elf Mann für das Reserve-Team zu stellen. Rauschmayr: "Vergangenen Sommer haben drei Reserve-Kicker die Fußballschuhe an den Nagel gehängt, weil sie sich das weite Fahren nicht mehr antun wollten."
Auch im Nachbarort Herzogsdorf (2. Klasse Nordmitte) gibt es Unzufriedene. "Wir würden lieber Derbys gegen St. Veit, Niederwaldkirchen oder St. Peter spielen", erklärt Sektionsleiter Stefan Zauner. Es sei ein Unterschied, ob 20 oder 100 Leute über die Saison kommen, weil die Leute nicht nur Eintritt zahlen, sondern auch in der Kantine Geld ausgeben. "Außerdem fahren wir in der Nordmitte um 980 Kilometer mehr in der Saison als in der Nordwest."
Der 1. Klasse-Verein Walding will in der kommenden Saison nicht mehr in der "Mitte" mit den Linzer Vereinen spielen. "Wir hoffen wieder auf die 1. Klasse Nord mit Feldkirchen, St. Martin 1 b, Aschach und Eidenberg", betont Sektionsleiter Fredi Niederberger. Keiner der Mühlviertler Vereine ist heiß auf die Linzer Vereine, weil wenig Zuschauer von ihnen mitfahren und außerdem war in der Vergangenheit der eine oder andere Ordnereinsatz nötig.

Verband verteidigt sich

Der Kommunikationschef des Fußballverbands Raphael Oberndorfinger sagt, dass sich der Verband die Ligaeinteilung nicht leicht mache: "Wir haben eine Landkarte, wo wir mit Stecknadeln und Gummiringerln arbeiten. Ein paar Härtefälle sind unvermeidlich, aber es soll nicht immer die gleichen treffen." Mit der Ligaeinteilung würden sich zehn Leute drei Tage lang auseinandersetzen. Bei 376 oö. Vereinen sei die Einteilung nicht leicht. "In der Saison 2014/15 konnten wir 92 Prozent aller Wünsche erfüllen", sagt Oberndorfinger. Neben dem geografischen Faktor gibt es auch die Regel, dass nur zwei 1b-Teams in einer Tabelle sein dürfen. Nach den Relegationsspielen, die am 16./19. Juni über die Bühne gehen werden, wird voraussichtlich am 22. Juni die Ligaeinteilung bekannt gegeben. Zwei Veränderungen sind jetzt schon bekannt: Pasching 1b (Bezirksliga Ost) wird kein Team mehr stellen und Westbahn und Stahl Linz (beide 2. Klasse Mitte) fusionieren voraussichtlich. Der Fußballverband werde die Einteilung mit jeweils 13 Vereinen nicht auf 12 oder 14 Vereine ändern. Damit ist zwar immer jemand spielfrei, aber für die Tabellenzweiten, die Relegation um den Aufstieg spielen, sei es so am fairsten.
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Gernot Fohler aus Urfahr-Umgebung | 16.06.2016 | 14:20   Melden
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