17.08.2016, 18:17 Uhr

Slizza Schlucht bei Tarvis

Wer sie überhaupt mal findet, hat das Schwierigste schon geschafft, denn die Beschreibungen sind dürftig und sie ist scheinbar so unbekannt, das sogar Einheimische beim Fragen nach dem Weg nicht sehr hilfreich waren.

Jetzt, wo ich weiss, wie fahren, ist es easy. Also, beim nächsten Mal nehme ich die Autobahnabfahrt Tarvis und fahre gleich links weg Richtung Slowenien und gleich nach ein paar Kurven geht es schon links weg. Ist auch mit braunen Hinweistafeln beschildert.

Man kann direkt beim Beginn des Schluchtenweges parken, spaziert dann bis zum Kriegerdenkmal, welches 1908 als Erinnerung an die im Kanaltalkrieg gefallenen österreichischen Soldaten errichtet wurde.

Hier beginnt der Steig, der über relativ hohe Stufen und viele Serpentinen runter zur Gailitz (Slizza) führt. Der Weg ist mit Holzgeländer gesichert, kann auch mit Kindern begangen werden, ist halt zum Aufpassen, weil das Geländer nicht mehr in bestem Zustand ist. Nach 10 Minuten ist man eh unten. Eine Sandbank lädt zum Verweilen aus, zum Steinesuchen oder ins Wasser zu waten, wenn man abgehärtet ist, denn es ist zwar nicht tief, aber kalt.

Ab dort führt der Weg bachaufwärts, teils über Stiegen oder kleine Brücken. Immer wieder gibts andere und tolle Aussichten auf den Bach, der mal grün schimmert, dann wieder türkis.

Urig fand ich den kleinen Tunnel, durch den der Pfad führte. Er wurde 1874, als der Steig seinerzeit von einem adeligen Tarviser Kaufmann (Graf Karl von Arco-Zinneberg) mit seinem eigenen Geld errichtet, weil er die Schönheit dieser Schlicht so liebte und seine Bediensteten haben diesen Tunnel per Hand aus dem Felsen geschlagen. An dieser Stelle steht auch ein Denkmal des Grafens.

Vorbei an einer Grotte sollte man zuerst auf den Weg achten, denn bei der Holzbrücke fehlt eine Latte, aber danach lohnt sich ein Blick in die Höhe zur alten Eisenbahnbrücke.

Kurz vor dem Ausstieg gibts noch einen Aussichtspunkt, von dem man einen ca 15 m hohen Wasserfall sehen kann. Über ein paar Stapfen durch den Wald empor ist man nach wenigen Minuten nach insgesamt ca 1 Stunde wieder beim Ausgangspunkt.
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Christine Stocker aus Spittal | 17.08.2016 | 20:05   Melden
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Eva Unterweger aus Villach | 19.08.2016 | 08:53   Melden
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