18.10.2016, 15:54 Uhr

Homöopathie! Ein Glaubensbekenntnis?

Mit Vehemenz fordern die "Homöopathiegläubigen", dass die Krankenkassen die Kosten für ihre konsumierte Wundermedizin übernehmen sollten. Erfreulicher Weise sind diese über die Wirkung derselben so gut informiert, dass sie das Geld ihrer Mitglieder nicht verschwenden. Zahlreiche Studien, darunter eine der Universität Zürich, die über 15 Jahre lief, ergaben, dass keinerlei Wirkung außer einem Placeboeffekt vorhanden ist. Wenn man für diesen bezahlen würde, müsste man auch Handaufleger,Teufelsaustreiber, Warzenbesprecher etc. finanzieren, die sich desselben Phänomens bedienen. Diese Leute haben aber keine Lobby hinter sich wie die Pharmaindustrie mit ihren Helfershelfern, einigen Ärzten und den Apotheken, die sich ein Milliardengeschäft nicht entgehen lassen. Lobbys gewinnen immer.

Eine Fernsehsendung über eine halbe Stunde hat den nach genauen Richtlinien beschriebenen Vorgang der kontinuierlichen Verdünnung der Grundsubstanz gezeigt. Der Tester sprach von einem Ergebnis des Vorhandensein eines einzigen Moleküle in einem Ozean.

Eine Apothekerin gesteht, dass nichts Materielles sonder Energie zur Wirkung käme. Nun sind jedoch sämtliche Energieformen (kinetische, thermische, elektrische usw.) durch Gleichungen beschrieben. In allen diesen kommt der Faktor m=Masse vor. Da diese in der Homöopathie nicht existiert, gibt es auch keine Energie.

Viele glauben auch, eine Wirkung bei Tieren festgestellt zu haben, obwohl diese nicht beeinflußbar seien. Wenn jemand glaubt, dass diese Medizin ihm geholfen habe, der glaubt das auch von seinem Hund.

Homöopathische Behandlungen sind nicht ungefährlich, da sie unter Umständen die Symptome einer gefährlichen Krankheit überdecken und wichtige Therapien oder Operationen nicht vorgenommen werden.

Das Prinzip der Heilmethode ist, dass eine Substanz, die eine bestimmte Krankheit hervorruft, in extrem verdünntem Zustand dieselbe heilen würde. Folgt man dieser Logik, so könnte ein Alkoholiker, der vom Wein abhängig ist, durch Gaben leichter Spritzer geheilt werden. Demgemäß hat man schon einige homöopathische Tinkturen mit Alkohol versetzt.
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