07.08.2016, 07:27 Uhr

Man muss wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen?

Mir gegenüber sitzt ein junger Mann. Vor wenigen Tagen ist sein 4. Kind geboren. Er strahlt. Seine Augen leuchten, wenn er von seiner Familie erzählt. Wieder hat er so ein Wunder der Schöpfung in Händen halten dürfen. Ganz zu schweigen, von dem gemeinsamen Erleben von der Nachricht der Schwangerschaft, dem Erleben des Heranwachsens des Kindes im Mutterleib und der Geburt. Wie dankbar er ist, dass er wieder dabei sein hat dürfen. Er berichtet davon, dass er entdeckt hat, dass der "Aufwand" mit einem zusätzlich Kind nicht wirklich steigt. Vieles regelt sich von selbst, weil die älteren von den jüngeren abschauen. Das kann man nur entdecken, wenn man es selbst erlebt. Abgesehen davon, darf man es eh nicht als Aufwand sehen. Wie es nun auch die gesetzliche Betrachtung von Kinderlärm vorsieht, ist es eher das hören und spüren von Zukunftsmusik.

Ich verstehe ihn.

Jedes Kind erhöht natürlich auch die Angriffsfläche des Schicksals, hat Gottfried Hofmann Wellenhof einmal geschrieben.

Das gilt natürlich auch für die mögliche Anzahl positiver Erlebnisse. Wie unschätzbar wertvoll ist es dieses Heranwachsen, die Entwicklung und Entdecken der Welt bei meiner Enkeltochter zu erleben.

Wie beeindruckend ist es, immer wieder zu erleben, dass die KInder den Mut aufbringen mit einem Partner durchs Leben und die Ewigkeit zu gehen. Dies voller Hoffnung angehen. Wie dankbar bin ich ein Teil davon sein zu dürfen, wenn zukünftige Schwiegersöhne mit diesem Anliegen an mich herantreten und ich dies viel öfter als nur einmal im Leben mitmachen darf.

Mag sein sein, dass man wahnsinnig erscheint. Das denken manche auch über Fallschirmspringer. Doch was es wirklich heißt, weiß nur der, der selbst gesprungen ist. Es ist viel mehr als nur ein Abenteuer.
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