06.08.2016, 06:41 Uhr

Nach dem Gewitter ...

Friede! Friede!

Golden versank die Sonne
im rosigen Wolkenmeer.

Hinter den Bergen - fern und ferner
verhallt der Donner.

Rötlich glimmen die Häupter der Berge;
doch im Tale schon sinken die Schatten.

So nach des Lebens Streben und Ringen,
wenn meine Stunde naht,
möchte ich scheiden
wie dieser Tag - Friedfertig.

Nach dem Zucken der Blitze,
und dem rollen des Donners;
in den süßen Frieden der Nacht.

Tiefer und tiefer schwindet das Rot.

Es dunkeln die Berge.

Aus den schwarzen Tannenzacken
steigt der Mond hervor -
über die träumende Welt.

Friede! Friede!


Heinrich Seidel
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