04.04.2016, 10:45 Uhr

Da fliegen die Späne!!!

Kein Baum ist den fleißigen Nagern zu groß und zu dick, um ihn zu fällen und für ihre Biberbauten zu verwenden!
Villach: Drauradweg | Kürzlich entdeckte ich voll Freude am Drauufer entlang des "Radweges R1" Richtung Silbersee im Ortsteil von St. Ulrich bei Villach ein

"Biberparadies".

Die vor ca. 250 Jahren ausgestorbenen größten europäischen Nagetiere, haben sich vor über 10 Jahren vom Raum "Völkermarkt" in Unterkärnten aus auf fast ganz Kärnten bis nach Slowenien verbreitet und fühlen sich in unseren gemeinsamen Gewässern sehr wohl!

Ausgewachsene Biber wiegen bis zu 30 kg und weisen dann Kopf-Rumpf-Längen bis zu 100 cm sowie Schwanzlängen bis zu 35 cm auf.

Die Biberbauten bestehen aus Wohnbauten und Biberdamm, teils ins ufernahe Erdreich gegraben, teils aus herbeigeschlepptem Baumaterial errichtet: lose (abgenagte) Äste, Zweige, Steine, Schlamm und durch den Biber gefällte Bäume.

Es ist unwahrscheinlich, welche Kraft diese Säugetiere mit ihren Zähnen entwickeln. Für sie sind Bäume mit einen Durchmesser von bis zu 80 cm keine Hindernisse um sie zu Fall zu bringen.

Durch gezieltes Abnagen in Sanduhrform bestimmen sie genau die Fallrichtung, damit die teilweise gewaltigen "Baumriesen" genau in die gewünschte Flussrichtung zum Liegen kommen. Dort werden sie dann für den Bau ihrer Behausungen benötigt. Die Rinden und kleinen Äste ergänzen ihren Speiseplan und dienen als Vorratskammer. Die Biber sind reine Vegetarier (Pflanzenfresser) und verschonen so auch alle Fische und alles was sich im Wasser bewegt!!!

Das Revier in St. Ulrich bei Villach wurde an dieser Stelle von den Bibern besonders gut gewählt, da sich in unmittelbarer Nähe Mais- und Getreideäcker zur Besorgung von Verpflegung befinden.

Leider sind die Biber sehr scheue Tiere, so dass man sie kaum bei ihrer Arbeit beobachten kann. Ganz begeisterte Biberfreunde opfern sogar eine oder mehrere Nächte, um diese interessanten Tiere beobachten zu können!

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