07.05.2016, 23:09 Uhr

Der Tag, an dem Evelyn Erian Drillinge bekam

Evelyn und Peter Erian mit ihren mittlerweile 16-jährigen Drillingen Isabell, Jaqueline und Selina (von links)

Vor 16 Jahren brachte die Villacherin drei Mädchen zur Welt. Die WOCHE-Story zum Muttertag.

VILLACH (kofi). Evelyn und Peter Erian lebten ein normales Leben am Villacher Stadtrand. Hausbau, zwei Kinder – es war mehr als genug zu tun. Und dann wurde Evelyn mit knapp 35 Jahren noch einmal schwanger. "Das war nicht geplant", erinnert sie sich.

Noch viel weniger geplant waren freilich die Details der Schwangerschaft. Denn plötzlich – beim ärztlichen Ultraschalltermin – war ein zweites Kind zu sehen. Und beim nächsten Termin ein drittes! "Da haben wir schon einmal kräftig geschluckt", sagt Peter Erian.

Drillinge!

Am 15. Jänner 1999 erblickten dann drei Mädchen das Licht der Welt – Jaqueline, Selina und Isabell. Und zack, waren die Erians zu siebent. Denn mit Manuel und Rebecca gab es ja bereits zwei Kinder.

"Von einem Tag auf den anderen war unsere Welt auf den Kopf gestellt", sagen die Eltern. Peter arbeitete als Dachdecker und Spengler fast rund um die Uhr, um die Familie ernähren zu können, Evelyn zog fünf Kinder groß. "Dabei muss man wie am Förderband agieren", sagt sie: "Alles muss rasch gehen, automatisiert."

Sparsames Leben

Aber die Erians bewältigten ihre große Aufgabe mit Bravour. Zunächst bauten sie das Haus um – schließlich mussten drei neue Zimmer her! Dann wurde ein neues Auto gekauft, ein Siebensitzer. "Wir haben jeden Schilling und später jeden Euro dreimal umdrehen müssen, aber es ist sich immer ausgegangen", sagen die Eltern. Freilich: Urlaube gab es eigentlich nie und die eigenen Wünsche musste fast immer hintangestellt werden, aber: "Man weiß bei fünf Kindern wenigstens, wofür man arbeitet", sagt Peter Erian (57).

Und jetzt, da die Kinder mit 16 Jahren bald aus dem Gröbsten heraußen sind, ziehen die Erians eine zufriedene Bilanz. "Ich möchte mit niemandem auf der Welt tauschen", sagt Evelyn: "Ich habe eine großartige Familie."

Super-Eltern

Aber, im Vertrauen, wie bewerten eigentlich die Drillinge ihre Eltern? "Wir hatten eine super Kindheit", sagen sie: "Uns hat nichts gefehlt." Isabell besucht mittlerweile die Handelsakademie, Jaqueline hat angefangen, in einem Supermarkt zu arbeiten und Selina strebt eine Lehre als Einzelhandelskauffrau an. Und sollten die eigenen Kinder kommen – kein Problem: Mama hat genug Erfahrung.
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Hildegard Stauder aus Villach | 08.05.2016 | 06:50   Melden
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