17.07.2016, 18:16 Uhr

„Neue Sonnenwege“ auf der Villacher Alpenstraße eröffnet

Eröffnung der Ausstellung "Sonnenwege" auf der Villacher Alpenstraße in Kärnten: v.l. Dr. Johannes Hörl (Geschäftsführer Villacher Alpenstraße), Ing. Reinhart Rohr, Dr. Petra Oberrauner (Vizebürgermeisterin Villach),Mag.Gernot Darmann (Landesrat Kärnten), Dr. Georg Kandutsch (Ausstellungsgestalter) (Foto: Foto: Franz Neumayr // Großglockner Hochalpenstraßen AG)
Villach: Villacher Alpenstraße, Parkplatz Nr.2 | Am Mittwoch, 13. Juli 2016 wurde um 11:30 Uhr auf der Rosstratte (1.732 Meter ü. A.) die Sonnenbeobachtungsstation „Sonnenwege“ eröffnet. Das neue Besucherangebot am Endpunkt der beliebten Villacher Alpenstraße ist kostenlos zugänglich und veranschaulicht die historischen Methoden zur Zeiterfassung.

Bei Sonnenschein keine Uhren mehr notwendig


Die neue Sonnenbeobachtungsstation „Sonnenwege“ ist eine echte Offenbarung: Uhr und Kalender werden überflüssig, sofern die Sonne am Himmel steht. Der Kärntner Geologe und Philosoph Dr. Georg Kandutsch, der für den Straßenbetreiber Villacher Alpenstraßen FremdenverkehrsgesmbH bereits den beliebten Geotrail „Vom Meer zum Berg“ und die Aussichtsplattform „Rote Wand“ konzipierte, hat mit den „Sonnenwegen“ ein weiteres, hochspannendes Besucherangebot für kleine und große Entdecker entwickelt. „Es ist unser Bestreben, das Erlebnisangebot auf der Villacher Alpenstraße stetig zu ergänzen“, erläutert Dr. Johannes Hörl, Geschäftsführer der Villacher Alpenstraßen FremdenverkehrsgesmbH. „Das Thema, dessen sich Herr Dr. Kandutsch angenommen hat, passt perfekt hierher. Uns ist ein erlebnispädagogischer Ansatz wichtig, aber auch die Themen müssen zum Ort passen. Ich denke, das ist uns mit den in Österreich einzigartigen ‚Sonnenwegen‘ sehr gut gelungen.

Unter den Ehrengästen waren unter anderem Landesrat Mag. Gernot Darmann, Landtagspräsident Ing. Reinhart Rohr und Vize-Bürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner (Stadt Villach).

Zeiterfassung bevor es Uhren und Kalender gab

Wer die „Sonnenwege“ auf der Rosstratte durchschreitet, lernt die historischen Methoden zur Zeiterfassung kennen. Dabei erfährt man anschaulich, wie unsere Vorfahren anhand von Steinmonolithen, der Himmelsscheibe von Nebra, Sonnenuhren und dem eigenen Schatten Jahreszeit, Monat, Tag und Stunde ausschließlich mit Hilfe der Sonne abgelesen haben. Im Zentrum der Anlage findet sich eine genaue Nachbildung der Himmelsscheibe von Nebra – der weltweit ältesten konkreten Darstellung des Himmels und den Bewegungen der Gestirne. Vier geteilte Monolithen geben die Richtungen der Sonnenauf- und untergänge zur Sommer- und Wintersonnenwende im Juni bzw. Dezember an. Kleinere Marmorsockeln die Richtung des Sonnenaufgangs zur Tag- und Nachtgleiche im März bzw. September.
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