18.05.2016, 14:03 Uhr

"Garteln" ohne Giftstoffe

Elke Holzinger lockt mit einem Insektenhotel, Insektenarten als wertvolle Bestäuber von Pflanzen, in ihren Garten.

Umweltbewusstes Garteln macht sich für die Gesundheit des Menschen und der Natur bezahlt.

REGAU (bj). Nichts ist gesünder als der Verzehr von Lebensmitteln aus dem eigenen Bio-Garten. Vorausgesetzt man weiß über umweltfreundliches und giftfreies "Garteln" Bescheid. Denn auch bei der Gartenarbeit wird Nachhaltigkeit zu einem immer wichtigeren Thema.

"Umweltfreundliches Garteln beginnt nicht nur beim Verzicht von problematischen Pflanzenschutzmitteln, sondern bedeutet auch, auf übermäßigen Einsatz von chemischen Düngemittel zu verzichten. Als Bio-Gärtner schützt man nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die Umwelt, die Bienen, das Wasser und den Boden", weiß Elke Holzinger, Biologin und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin von der Gartengestaltungsfirma "Wilde Blumen".

"Einige Punkte gilt es im eigenen Garten zu beachten. Bei Schädlingen sollte man nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Denn Schädlingsbekämpfungsmittel vernichten auch Nützlinge. Zudem sollte man auf Schneckenkorn verzichten. Schnecken lassen sich absammeln, das Korn jedoch tötet Lebewesen wie Igel", erklärt Holzinger. Auch sollte man auf fremde Pflanzenarten und Billig-Pflanzen verzichten.

Diese gefährden die regionale Pflanzenvielfalt. "Heimische Wildpflanzen sind nicht nur pflegeleicht, robust und optimal an unsere Klimabedingungen angepasst, sie sind auch unverzichtbare Nahrung für Insekten, die wiederum Beute für insektenfressende Vögel sind. Weiters kann ein Großteil der Wildpflanzen in der Wildkräuterküche und in der Naturapotheke eingesetzt werden", sagt die Biologin.
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