21.04.2016, 09:19 Uhr

Allergien: Früh behandeln erspart Komplikationen

(Foto: photophonie/Fotolia)
SCHÖRFLING (csw). "Heuer war ein milder Winter, die Pollensaison hat sehr bald begonnen", sagt Sonja Stadler, Fachärztin für Hals, Nasen und Ohren mit Praxis im Seepark Kammer. Die Frühblüher – Esche, Erle, Birke und Hasel – seien gerade am Verblühen. "Jetzt beginnen die Gräser, im Sommer kommen dann Kräuter dazu." Allergiker könnten sich nicht nach fixen Zeiten richten, da nicht jede Pollensaison gleich sei. Stadler rät Betroffenen, sich zu informieren. Viele Infos und Apps gäbe es auf www.pollenwarndienst.at.
"Wichtig ist, sich um die Al-lergie zu kümmern. Je früher man etwas tut, umso weniger muss man tun." Unbehandelt würden 30 bis 40 Prozent der Allergien von der Nase in die Lunge hinabwandern, Asthma kann die Folge sein. Weitere mögliche Komplikationen sind Nasennebenhöhlenentzündungen, Polypen in der Nase oder Probleme mit den Ohren.
Bekämpfen kann man die Symptome mit Allergietabletten (Antihistaminika), die bei Bedarf innerhalb von Minuten wirken. Wer über Monate Medikamente braucht, dem rät Stadler zu einem Allergienasenspray. "Das enthaltene Kortison wirkt nur auf der Nasenschleimhaut und wird nicht vom Körper aufgenommen", so Stadler. Die Angst vor den typischen Nebenwirkungen sei unbegründet.

Tabletten statt Spritzen
Ein Großteil der Betroffenen würde auch auf eine Hyposensibilisierung reagieren. Im Gegensatz zu früher, wo dies eine jahrelange Spritzenkur bedeutete, gibt es heute auch Tropfen und Tabletten, die unter die Zunge gelegt werden. "Mittels Blutuntersuchung kann man testen, ob jemand darauf reagiert oder nicht."
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