20.07.2016, 20:00 Uhr

Bezirk Vöcklabruck wächst bis 2050 moderat

Mit 5,1 Prozent Zuwachs liegt der Bezirk Vöcklabruck deutlich unter dem OÖ-Schnitt. (Foto: Land OÖ, Abt. Statistik)

Gemeinden im Mondseeland legen in den kommenden Jahren stark zu. Bezirk deutlich unter OÖ-Schnitt.

BEZIRK (ju). Laut einer Prognose des Landes OÖ wird die Bevölkerungszahl im Bezirk Vöcklabruck bis zum Jahr 2050 auf 138.173 Einwohner ansteigen. Das sind um 6676 mehr als 2013. Mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent liegt der Bezirk damit deutlich hinter dem OÖ-Durchschnitt von 7,5 Prozent.
Für Gemeinden gibt es eine Bevölkerungsprognose bis 2040. Ein starken Rückgang zwischen fünf und zehn Prozent prognostiziert die Statistik Austria für die Gemeinden Manning, Pilsbach und Schlatt. Zuwächse in einer Größenordnung von zehn Prozent und mehr werden für Desselbrunn, Regau, Rutzenham, Gampern, Frankenmarkt, Fornach, Pfaffing, Oberhofen, Zell am Moos, Tiefgraben, Mondsee und St. Lorenz vorausgesagt.

Mondseelandgemeinden legen weiter zu

Vor allem die Mondseelandgemeinden an der Grenze zu Salzburg können in den kommenden Jahrzehnten weiter kräftig zulegen. „Entscheidende Gründe dafür sind die Nähe zu Salzburg und dass wir Grundstücke haben, die noch annähernd leistbar sind“, sagt Johann Dittlbacher, Bürgermeister von Tiefgraben. Die Gemeinde sei bestrebt, ausreichend Bauland für Ortsansässige zu schaffen. Die Preise dafür lagen zuletzt bei 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter. „Sehr viele Junge ziehen her, weil die Infrastruktur passt“, sagt der Mondseer Bürgermeister Karl Feurhuber. Unter der Devise „Wohnen, wo andere Urlaub machen“ wird das attraktive Mondseeland immer mehr zu einem Teil des Salzburger „Speckgürtels“.

Bevölkerung wird älter

Während die Bevölkerung im Bezirk moderat wächst, wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren bis 2050 um zehn Prozent sinken. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Senioren von 65 bis 84 Jahren um 44 Prozent zu. In der Altersgruppe der Hochbetagten ab 85 Jahren wird es dann mit 9629 Personen rund dreieinhalbmal so viele geben wie 2013.
„Wir müssen weite Teil der Politik nach diesen Trends ausrichten“, so Landeshauptmann Josef Pühringer. Ein wichtiger Punkt sei der Pflegebereich. „Wir sind hier sehr gut aufgestellt“, betont der Obmann des Sozialhilfeverbandes Vöcklabruck, Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner. Massiv ausgebaut wurden in den vergangenen Jahren die mobilen Pflegedienste. Mit den Plätzen in Alten- und Pflegeheimen liege man im Bezirk nicht zuletzt durch die laufenden Neubauten in Ottnang und Neukirchen im oberen Segment und sei damit für die Zukunft gerüstet. „Verstärken wollen wir noch die Tagesbetreuung und die Kurzzeitpflegeplätze“, kündigt Gschwandtner an.
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