31.08.2016, 20:00 Uhr

Soziales Kunstprojekt um den "Jedermann"

Prominenz bei der Versteigerung: Suzanne Harf, Cornelius Obonya, Lisa Grabner und Veronika Kirchmair (v.l.). (Foto: Andreas Kolarik)

Beeinträchtigte Menschen können mit dem Programm "Mein Jedermann" Kunst erfahren.

VÖCKLABRUCK, SALZBURG. Die Vöcklabrucker Künstlerin Lisa Grabner setzt sich für soziale Projekte ein. Nach der BezirksRundschau-Aktion "Kinder malen für Kinder" zeichnet sie bereits zum zweiten Mal mit Kindern und Erwachsenen, die eine Behinderung oder Beeinträchtigung haben.

Malen für guten Zweck

Dieses Jahr hat die Künstlerin gemeinsam mit der Lebenshilfe Salzburg das Projekt „Mein Jedermann" gestartet. Grabner arbeitete mit neun intellektuell beeinträchtigten Menschen, die sich mit dem Inhalt des Stückes „Jedermann" auseinandergesetzt hatten. In der Bildreihe konnten die Teilnehmer dann ihre persönlichen Gefühle und Wahrnehmungen ausdrücken. In insgesamt 250 Arbeitsstunden wurden von der Künstlerin neun Collagen gestaltet und im St.-Peter-Stiftskeller in Salzburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein großer Teil dieser einzigartigen Werke wurde jetzt versteigert – unter der Schirmherrschaft von Cornelius Obonya.

Zugang zu Kunst und Kultur

„Die Protokollchefin der Salzburger Festspiele, Suzanne Harf, war von der Idee begeistert und hat den Kontakt zum Schauspieler hergestellt", erzählt Lisa Grabner. Der „echte" Jedermann ließ es sich nicht nehmen, das Projekt zu begleiten und alle Bilder persönlich zu signieren. Der Erlös der Versteigerung ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigung den Zugang zu Kunst und Kultur. Die letzten drei Bilder zieren noch bis Ende August die Wände des St.-Peter-Stiftskellers in Salzburg, dessen Geschäftsführerin Veronika Kirchmair das Projekt unterstützt. "Diese Trilogie wird einer weiteren Versteigerung zugeführt, außer sie findet in Salzburg noch ihren Liebhaber", sagt Grabner.
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