11.05.2016, 16:42 Uhr

UPDATE: Sexueller Übergriff im Hallenbad

(Foto: Gina Sanders/Fotolia)

Bademeister soll 15-Jährige "gynäkologisch" untersucht haben. Polizei liegt belastende Aussage einer weiteren Jugendlichen vor.

VÖCKLABRUCK. Ein Bademeister des öffentlichen Hallenbades in Vöcklabruck soll eine Schülerin sexuell missbraucht haben. Laut Polizei war die 15-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck am Nachmittag des 30. April mit ihrem Freund im Hallenbad Vöcklabruck. Intimitäten zwischen den Jugendlichen dürften vom Bademeister bemerkt worden sein.

Daraufhin bestellte er beide getrennt voneinander zwecks Belehrungen in sein Büro. Nach der Belehrung soll der Mann der 15-Jährigen angeboten haben, sie "gynäkologisch" zu untersuchen, da das Mädchen angeblich Angst vor einer möglichen Schwangerschaft gehabt hätte. Sie soll laut Aussagen des Beschuldigten den vermeintlichen Untersuchungen zugestimmt haben. Nach diesen "Untersuchungen" ging das Mädchen nach Hause.

Nachdem der Mann per Telefon Kontakt mit ihr aufnehmen wollte, vertraute sich die Schülerin ihrer Mutter an. Mutter und Tochter erstatteten daher am 4. Mai Anzeige bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt OÖ übernommen. Bei der Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte geständig, so die Polizei. Derzeit sind keine weiteren Vorfälle in diesem Hallenbad bekannt. Eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wels wird nach Abschluss der Erhebungen erfolgen.


UPDATE: Zweite Jugendliche gemeldet

17. Mai (scw): Im Auto des Beschuldigten entdeckten Ermittler medizinische Instrumente, wie sie Frauenärzte verwenden. Sie sollen bei der Untersuchung der 15-Jährigen aber nicht zum Einsatz gekommen sein.
Inzwischen liegt der Polizei auch eine weitere belastende Aussage einer Jugendlichen vor. "Diese bedarf weiterer Überprüfungen", sagt Gisbert Windischhofer, Sprecher des Landeskriminalamtes OÖ. Der Bademeister ist seinen Job los. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. "Sex nach Übereinstimmung ist ab 14 Jahren erlaubt", erklärt Windischhofer. "Aber die Ermittlungen laufen noch." Bei Täuschung liege der Strafrahmen zum Beispiel bei einem Jahr.

Zeugen und Opfer von ähnlichen Vorfällen werden ersucht, sich unter der Telefonnummer 059 133 40 3333 zu melden.
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