05.10.2016, 23:07 Uhr

Zweite Lehre begonnen

Rudolf Mühlleitner mit dem Deutschen Drahthaar "Bako", der ihn auf den Jagdausgängen begleitet. (Foto: privat)

Von Lehrlingsredakteur Rudolf Mühlleitner

Erst Koch, jetzt Metzger: Für beide spielen Herkunft und Qualität von Lebensmitteln wichtige Rolle.

DESSELBRUNN. Nach der landwirtschaftlichen Facharbeiterprüfung begann ich meine Kochlehre bei der Firma Hütthaler, die mir einen guten Start ins Berufsleben ermöglichte. Ein großes Plus waren für mich die Arbeitszeiten in der Betriebsküche, da es keine Abend- oder Wochenenddienste gab. Für mich ist die Lehre eine optimale Berufsausbildung, da sie Praxis und Theorie gut verbindet.
Als Koch gilt mein Interesse natürlich auch der Herkunft der Lebensmittel. So war es für mich schnell klar, das Angebot der Firma anzunehmen, eine zusätzliche Ausbildung zum Fleischverarbeiter zu machen. Nach Abschluss meiner Kochlehre begann ich im Frühjahr eine Zweitlehre zum Metzger und konnte gleich ins zweite Lehrjahr einsteigen. Beim Beruf Metzger denken viele oft nur an den Schlachthof. Wir aber sehen den kompletten Produktionsablauf. Was wir in der Hand haben und produzieren, landet später auf dem Teller. In meiner Ausbildung lerne ich alle Verarbeitungsschritte kennen. Ich finde meine Arbeit spannend und arbeite gerne bei Hütthaler. Das Arbeitsklima ist gut und die Leistungen in der Firma sowie in der Berufsschule werden geschätzt und anerkannt.

Verantwortung für die Natur

Meine Freizeit verbringe ich mit meinen Freunden, beim Fußball und bei der Landjugend. Ein weiteres Hobby ist die Jagd, mit der ich eigentlich schon groß geworden bin, da es in unserer Familie einige Jäger gibt. Es genügt nicht nur das Interesse an Wald und Wild, als Jäger hat man auch eine Verantwortung für die Natur. Wir sorgen für einen angemessenen Wildbestand und wahren so auch die Interessen der Land- und Forstwirtschaft. Zu unseren Aufgaben gehören auch die Wildfütterung im Winter und die Versorgung von Unfallwild. Natürlich auch der Abschuss, um einen gesunden Wildbestand aufrecht zu erhalten. Keiner würde Wildbret von kranken Tieren essen wollen. Wild gehört zu den gesündesten Fleischarten, das Fleisch reift in seiner natürlichen Umgebung. Als Jäger, gelernter Koch und angehender Fleischer versuche ich gelegentlich, ein Stück Wild genussvoll auf den Teller zu bringen. Denn schließlich soll auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen.
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