14.08.2016, 12:24 Uhr

He did it again: Christoph Strasser feiert dritten Sieg in Folge

Severin Zotter, Christoph Strasser, Pierre Bischoff (v.l.) (Foto: Heiko Mandl/heikomandl.at)

3 Tage, 12 Stunden, 41 Minuten benötigte Christoph Strasser bei der achten Auflage des Race Around Austria für die Extremdistanz von 2200 Kilometern. Mit dieser Zeit feiert der Steirer zum dritten Mal in Folge den Sieg beim härtesten Radrennen Europas mit Start und Ziel in St. Georgen im Attergau.

ST. GEORGEN. Christoph Strasser kürt sich erneut zum Ultrakönig rund um Österreich und zieht an Siegen gleich mit seinem Landsmann Eduard Fuchs, der das Rennen von 2010 bis 2012 dominierte. In einem packenden Kampf um Platz zwei setzt sich der Tiroler Patric Grüner knapp vor dem Deutschen Markus Hager durch.

Nach einem schweren Trainingssturz mit anschließender Schulteroperation im Herbst feiert Strasser somit ein erfolgreiches Comeback. Schon vor dem Start zeigte sich der Kraubather optimistisch: „Die Verletzungen sind wieder vollständig ausgeheilt und ich bin zu 100 Prozent fit.“ Das zeigte sich im Verlauf des Rennens, bei dem Strasser seinen Vorsprung nach und nach ausbaute. „Hier zu fahren und zu gewinnen ist einfach richtig geil. Teilweise sind Leute auf der Strecke, die seit drei Jahren immer dabei sind, mich anfeuern und das Team mit Kehrpaketen versorgen“, zeigt sich Strasser von der Unterstützung auf der Strecke begeistert. Die widrigen Wetterbedingungen gingen auch am dreifachen Race-Across-America-Sieger nicht spurlos vorbei. „Ich habe mich anfangs sehr stark gefühlt und viel Druck aufs Pedal gebracht. Durch die Kälte habe ich am zweiten Tag allerdings Probleme mit dem linken Knie bekommen. Glücklicherweise haben wir das aber in den Griff bekommen“, beschreibt der 33-Jährige den Verlauf des Rennens.

Packendes Duell um Platz zwei

Nach über 90 Stunden im Sattel liefern sich der Tiroler Patric Grüner und Markus Hager aus Bayern ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Ziellinie. Gerade einmal um zwölf Minuten war der Ötztaler Grüner schneller als sein deutscher Konkurrent. Es ist für ihn sein dritter zweiter Platz beim Race Around Austria, dreimal jeweils hinter der Ausnahmeerscheinung Christoph Strasser. „Ich habe im Rennen alle Höhen und Tiefen erlebt. Vom Wetter her genauso wie gefühlstechnisch“, resümiert Grüner im Ziel. „Ich musste mich immer wieder neu motivieren, um weiterzufahren. Es war wirklich hart, aber es ist immer wieder schön, hier in St. Georgen bei dieser super Veranstaltung ins Ziel zu kommen.“

RSC Wolfsegg schnellstes Viererteam

Bei den Viererteams entschieden nach 2200 Kilometern nur Minuten über die Platzierungen. Das Team RSC Wolfsegg mit Rudi Hötzinger, Johann Gittmaier, Hubert Distler und Christoph Gstrein fuhr mit einer Zeit von 2 Tagen, 19 Stunden, 27 Minuten den Sieg ein. Die Plätze zwei und drei gingen mit dem Team Nakita & Siga Atterbiker.at und dem Dannemann Global Racing Team ebenfalls an oberösterreichische Vierer.

Zotter/Kienreich siegen im Duett

Die erste Fahrer hatten bereits am Samstagmorgen das Ziel in St. Georgen im Attergau erreicht. Nach 2200 Kilometern und 30.000 Höhenmetern rund um Österreich war es ein steirisches Duo mit dem Race-Across-America-Sieger 2015 Severin Zotter und Lukas Kienreich, welches zuerst das Ziel in St. Georgen im Attergau erreichte. Das Siegerduo beendete sein Abenteuer nach 2 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten. „Nach dem Motto schnell anfangen und nicht nachlassen sind wir anfangs ein sehr hohes Tempo gefahren. Das hat auf Dauer ein bisschen wehgetan und wir mussten beide kämpfen, aber es ist alles aufgegangen und ich bin sehr zufrieden“, freut sich Severin Zotter, der 2013 einen zweiten Platz in der Solowertung zu Buche stehen hat,

Spezieller Rekord für 1500er-Sieger Peter Gruber

Nach dem ersten Zweierteam war es der Sieger des Race Around Austria 1500, der "kurzen" Umrundung Österreichs ohne Westteil, der das Ziel erreichte. Mit Peter Gruber setzte sich ein erfahrener Teilnehmer nach 2 Tagen, 17 Stunden und 46 Minuten durch und stellte gleichzeitig einen ganz speziellen Rekord auf. „Ich war im vergangenen Jahr bei der Challenge über 560 Kilometer am Start, auch die lange Distanz über 2200 Kilometer kenne ich bereits, jetzt wollte ich auch das Race Around Austria 1500 absolvieren“, so Gruber. Damit ist er der erste Athlet beim Race Around Austria, der über alle drei Distanzen am Start war.
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