16.03.2016, 17:30 Uhr

Ohne "Holz" geht’s nicht

Karl Pöllmann (60) ist Obmann des Kegelclubs Mondsee und wurde im Vorjahr in Kärnten Vize-Europameister.

Obwohl mittlerweile anderes Material verwendet wird, spielt Holz beim Kegeln eine wichtige Rolle.

MONDSEE. Im Kegelsport kann man nie genug Holz haben. Auch wenn sie mittlerweile vorwiegend aus Kunststoff bestehen, werden die Kegel als "Holz" bezeichnet. Am bekanntesten ist der Ausdruck "Gut Holz!", wenn man jemandem wünscht, dass möglichst viele Kegel fallen. Im Idealfall sind das neun. Dann folgt der Ausruf "Sieben, Achte, Neune – Holz, Holz, Holz!". "Alle Neune bezeichnet man als ,Holz’, auch als ,Sau’ bekannt", erklärt Karl Pöllmann, Obmann des Kegelclubs Mondsee. "Wenn es nur acht sind, ist es ein ,Holzerl'". Und bei der Bezeichnung Hinterholz handelt es sich nicht um eine Adresse aus einem erfolgreichen österreichischen Film, sondern um den hinteren Kegel. Gegenstück ist der vordere Kegel, also Vorderholz.

Über viel Holz können sich die 20 Mitglieder des Kegelclubs Mondsee freuen. Der 1978 gegründete Club spielt mit drei Mannschaften in der Braunauer Betriebsmeisterschaft für Firmen und Hobbyvereine. Und das sehr erfolgreich: "Mit der Einsermannschaft haben wir bereits siebenmal den Meistertitel geholt", so Pöllmann, der seit 2005 Obmann ist. Sehr beliebt ist das jährlich stattfindende dreiwöchige Kegelturnier im Clublokal Seegasthof "Weisse Taube" in St. Lorenz.


Großer Erfolg bei der EM

Der KC Mondsee, Mitglied in der Sparte Breitensport des Landes-Sportkegel- und Bowlingverbandes OÖ, ist auch bei Landesmeisterschaften sehr erfolgreich. So holten Sepp Eppenschwandtner und Karl Pöllmann erst kürzlich den Landesmeistertitel im Paar-Bewerb. Das Mixed-Team mit Eppenschwandtner und Annemarie Gierbl wurde Zweiter. Beide Duos sind damit für die Bundesmeisterschaften im April in Lienz und für die Europameisterschaft in Augsburg (D) qualifiziert, die im Mai stattfinden wird. Apropos EM: Im Vorjahr sorgte Obmann Karl Pöllmann mit dem Vize-Europameistertitel am Kärntner Faakersee für den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.
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